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Bild: Siemens Smart Infrastructure
Maschinen- und Anlagentechnik | Steuerungstechnik | Personen und Firmen

Standards in der Automatisierung

Standardisierung von Digital-Twin-Sprachen

24.04.2024

In Zusammenarbeit mit dem W3C-Konsortium werden Siemens und Microsoft die Digital Twin Definition Language (DTDL) mit dem Thing Description Standard der internationalen Standardisierungsorganisation W3C vereinen.

 

Die Vereinheitlichung beider Sprachen bietet Kunden ein einheitliches Modellierungserlebnis und reduziert die Fragmentierung in der dynamischen IoT-Landschaft. Kunden verwenden oft Produkte verschiedener Anbieter, was zu einem Lock-In-Effekt und hohem Integrationsaufwand führt. Die Konvergenz erleichtert die Systemintegration und fördert die Interoperabilität.

Digitale Zwillinge sind virtuelle Replikate von physischen Objekten oder Prozessen in digitaler Form. Sie ermöglichen Unternehmen die Überwachung, Vorhersage und Optimierung ihrer Anlagenleistung, was die Effizienz steigert und Kosten senkt. Die Standardisierung von Digital-Twin-Sprachen ist entscheidend für die Interoperabilität zwischen verschiedenen Digital-Twin-Systemen und Plattformen.

Siemens unterstützt bereits den W3C Thing Description Standard für zukünftige Produkte in Gebäudemanagement, Energieverteilung und Smart Grids. Die Ausweitung dieser Interoperabilitätsstrategie auf Microsoft Azure wird Kunden erhebliche Vorteile bringen.

Die Digital Twin Definition Language von Microsoft ermöglicht die Modellierung der physischen Welt mit Azure-Diensten, während der W3C Thing Description Standard für eine interoperable Darstellung von Geräteschnittstellen und deren Einbindung in standardmäßige Industrie-Ontologien sorgt. Beide Sprachen wiesen in der Anfangsphase der Annäherung viele konzeptionelle Gemeinsamkeiten auf.