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Die 5 Sicherheitsregeln
Elektrosicherheit | Schutzmaßnahmen | Normen und Vorschriften

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Die fünf Sicherheitsregeln – Ihre Anwendung sowohl in AC- als auch DC-Niederspannungs-Anlagen

09.05.2019

Die „fünf Sicherheitsregeln“ sind eine wichtige Grundlage für das sichere Arbeiten an elektrischen Anlagen. In ihrer sicheren Anwendung haben Fachkräfte umfangreiche Erfahrungen.

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  • mehrere Trafos/Einspeisungen;
  • Ersatzstromversorgungen;
  • PV-Wechselrichter (mit/ohne Speicher);
  • Ringleitungen.

In DC-Anlagen gibt es häufig mehr als eine Einspeisung (Energiequelle). Beispiele sind:

  • mehrere Gleichrichter/Einspeisungen;
  • mehrere Spannungswandler;
  • Batterien;
  • Ladegeräte;
  • Ersatzstromversorgungen;
  • PV-Wandler (mit/ohne Speicherbatterie);
  • Ringleitungen.

In AC- und DC-Anlagen können Energiequellen vorhanden sein, die aufgrund ihres Aufbaus nicht abgeschaltet bzw. spannungsfrei gemacht werden können (z. B. Batterien, PV-, USV-Anlagen). Bei solchen Anlagen oder Anlagenteilen muss deshalb vor dem Beginn von Arbeiten eine gesonderte Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden. Bei der Gefährdungsbeurteilung und bei der Festlegung von Arbeitsmethoden müssen insbesondere die möglichen Auswirkungen von Lichtbögen berücksichtigt werden. Deshalb wird zum sicheren Arbeiten in solchen Anlagen oder Anlagenteilen – mit nicht abschaltbaren Energiequellen – stets eine Kombination der o. g. drei Arbeitsmethoden angewandt.

Schaltvermögen beachten

Das Schaltvermögen einer Freischalteinrichtung muss hoch genug sein, um ein gefahrloses Freischalten – bei den möglicherweise während des Freischaltens auftretenden Strömen und Spannungen – zu ermöglichen.

In DC-Anlagen gibt es, im Gegensatz zu AC-Anlagen, keinen Nulldurchgang der Spannung. Deshalb ist das DC-Schaltvermögen eines Schaltgeräts oder einer Überstromschutzeinrichtung (Leitungsschutzschalter, Sicherung, Lasttrennschalter, etc.) im Regelfall niedriger als das jeweilige AC-Schaltvermögen. Zudem kann das DC-Schaltvermögen von Schaltgeräten polaritätsabhängig sein. Das DC-Schaltvermögen muss besonders bei der Auswahl von Schaltgeräten, Überstromschutzeinrichtungen und anderen Schalteinrichtungen/Schutzeinrichtungen für DC-Anlagen beachtet werden.

Wird eine Sicherung oder ein Sicherungstrenner als Freischalteinrichtung verwendet, so muss die mögliche Lichtbogenbildung während des Freischaltens beachtet werden. Das gilt insbesondere beim Freischalten (und Wiederzuschalten) von DC-Stromkreisen mit Hilfe von Sicherungen und Sicherungstrennern.

Rückspannungen beachten

Beim Freischalten muss auf Betriebsmittel geachtet werden, bei denen Rückspannungen auftreten können. Mit Rückspannungen muss insbesondere bei solchen Betriebsmitteln gerechnet werden, die Kondensatoren in ihren Eingangsschaltungen besitzen oder die (rekuperativ) elektrische Energie zurückspeisen können.

In AC- und in DC-Anlagen werden heutzutage häufig elektronische Betriebsmittel eingesetzt, deren Eingangsschaltungen und Zwischenkreise mit Kondensatoren ausgestattet sind. Insbesondere in DC-Anlagen, mit modernen elektronischen Betriebsmitteln, muss davon ausgegangen werden, dass es zum Auftreten von Rückspannungen kommen kann.


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