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Photovoltaik | Energietechnik/-Anwendungen

Dena: Vermarktung flexibler Lasten etablieren

02.07.2013

Industrie und Gewerbe können durch die Vermarktung flexibler Lasten Erlöse erwirtschaften und einen wesentlichen Beitrag leisten, um auf die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu reagieren.

Bisher ist das sogenannte Demand Side Management, also die gezielte Steuerung der Stromnachfrage, in den Unternehmen allerdings kaum bekannt, so ein Ergebnis des Arbeitskreises Lastmanagement der Deutschen Energie Agentur GmbH (Dena). Deshalb haben die Experten ein Vorgehensmodell entwickelt, um die Vermarktung flexibler Lasten effizient im Rahmen des Energiemanagements durchzuführen.

In Deutschland besteht allein in der Industrie ein technisches Potenzial für Lastverlagerung von rund 7 Gigawatt.

Die Dena empfiehlt deshalb, die Potenzialprüfung zur Vermarktung flexibler Lasten zu einem integralen Bestandteil jedes betrieblichen Energiemanagements zu machen. Das dafür entwickelte Vorgehensmodell lehnt sich an den allgemeinen Managementkreislauf "Planen, Umsetzen, Überprüfen, Handeln" (Englisch: PDCA - Plan, Do, Check, Act) an und bietet Checklisten, mit denen schnell geeignete flexible Lasten im Unternehmen identifiziert werden können.

Für Prozesse, die entsprechende Basiskriterien für eine Vermarktung erfüllen, erfolgt dann eine Detailanalyse. Zu den wesentlichen Kriterien gehört beispielsweise die Größe der schaltbaren Leistung. Diese sollte in einer Betriebsstätte mehr als 500 kW betragen, um für eine Vermarktung infrage zu kommen.

Die Steigerung der Energieeffizienz und die Flexibilisierung der Stromnachfrage sind wichtige Bausteine der Energiewende. Unternehmen können mit Demand Side Management, beispielsweise durch die zeitliche Verschiebung der Stromnachfrage oder die gezielte Beeinflussung der Nachfragehöhe, Energiekosten senken sowie zusätzliche Erlöse erwirtschaften. Das "Handbuch Lastmanagement" unterstützt Industrie und Gewerbe dabei, flexible Lasten zu identifizieren und zu vermarkten.

Weitere Informationen zum Handbuch sowie zum Arbeitskreis Lastmanagement unter www.effiziente-energiesysteme.de.