KI
Auswirkungen künstlicher Intelligenz
Ist künstliche Intelligenz bloße, kreative Spielerei? Oder wirklich mehrwertstiftend? Ein Blick auf das, was generative Tools derzeit so mit unserem Leben anstellen.
Seit Monaten wird dem Thema künstliche Intelligenz viel Aufmerksamkeit geschenkt, vor allem wegen des Chatbots Chat GPT von Open AI. 2020 hat Microsoft eine Milliarde Dollar investiert und sich so die exklusive Lizenzierung der Technologie gesichert. Wer die Suchmaschine Bing nutzt, dem dürfte aufgefallen sein, dass ein Chatbot hinzugekommen ist. Die Ergebnisse sollte man sich allerdings genau anschauen, da Suchergebnis und Inhalt nicht immer übereinstimmen. Auf lange Sicht wird Microsoft KI-Funktionen gewiss auch in seine Office-Programme integrieren.
Schöpfung um jeden Preis?
Man könnte meinen, der Mensch verliere ohne Fortschritt seine Daseinsberechtigung. Doch dem ist nicht so. Bei künstlicher Intelligenz stellt sich nämlich unweigerlich die Frage, welchen Mehrwert es hat, wenn kreative Inhalte von einer Technologie generiert werden. Reicht es nicht, dass Kommunikationsdesigner ihr Handwerk beherrschen? Weshalb sollten Journalisten und Schriftsteller nicht in der Lage sein, zu recherchieren und Texte zu verfassen? Besteht der wahre Wert des Musizierens nicht darin, ein emotionales Miteinander zu erleben?
Ich meine, wenn sich der Mensch selbst abschafft, dann läuft etwas falsch. Erschreckend ist eine Umfrage von ResumeBuilder, der zufolge im vergangenen Jahr 37 % der befragten Firmen wegen KI-Tools Mitarbeiter entlassen haben. Von Tech-Riesen wie Google oder SAP hört man derzeit nichts anderes.
Also, wenn das System seinen Schöpfer überflüssig macht, der Mensch sich sozusagen selbst um die Ecke bringt, dann ist es zweifellos zu weit gekommen. Das haben uns schon Science-Fiction-Romane und -Filme nur allzu gut vor Augen geführt. Und denken wir mal an Stephen Hawking. Der britische Astrophysiker hat die Welt vor genau zehn Jahren vor den Auswirkungen der KI gewarnt. Insofern stellt sich letztlich die Frage, in welchem Maß und mit welcher Absicht wir KI-Tools einsetzen – bedeutet also: Es geht wieder mal um gaaanz viel Verantwortung.
Autor: Frank Magdans, Referent Kommunikation, VDI

