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Bild: TensorSpark / stock.adobe.com
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KI

Auswirkungen künstlicher Intelligenz

12.03.2024

Ist künstliche Intelligenz bloße, kreative Spielerei? Oder wirklich mehrwertstiftend? Ein Blick auf das, was generative Tools derzeit so mit unserem Leben anstellen.

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Schreibt man einer Freundin oder einem Freund eine Nachricht via WhatsApp, Threema oder Signal, dann ist es doch komfortabel, dass einem das Gerät während des Tippens vorschlägt, welches Wort es sein könnte. Dass dahinter ein ausgetüfteltes Computerprogramm steckt, daran denken vielleicht die wenigsten. Mit dem Aufkommen von Chat GPT hat sich das jedoch schlagartig geändert – Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Das führt uns zur ersten Frage.

Was ist eigentlich künstliche Intelligenz?

Der Begriff geht auf den britischen Mathematiker Alan Matison Turing zurück, den „Vater der modernen Informatik“. Er warf zu Beginn der 1950er-Jahre in seinem Werk „Computing Machinery and Intelligence“ die Frage auf, ob Maschinen denn in der Lage seien, denken zu können. Infolgedessen entwickelte Turing einen Test, bei dem eine Person zwischen einer vom Computer generierten und einer von einem Menschen verfassten Textantwort unterscheiden soll – auch als der sogenannte Turing-Test bekannt.

Es geht im Kern darum, dass es einem Programmierer oder einer Programmiererin gelingt, abstrakte Erkenntnisprozesse des Menschen in der Welt der Nullen und Einsen so nachzubilden, dass für den Nutzer Problemlösungen erzeugt werden. Sprachliche Aspekte sind hierbei genauso wichtig wie die Analyse von Mustern. Ein Beispiel für eine praktische Umsetzung stellen Schachcomputer dar. So trat etwa der populäre Schachweltmeister Garri Kasparov in den 1980er- und 1990er-Jahren mehrmals gegen von IBM entwickelte „Gegner“ wie Deep Thought und Deep Blue an.

Künstliche Influencer

Künstliche Intelligenz ist also nicht wirklich neu. Oder etwa doch? Denn neu ist hingegen, dass es inzwischen zahlreiche Model-Influencer gibt, die in der Realität überhaupt nicht existieren: Alleingänger oder Kleinteams entwerfen mittels KI-Tools junge, attraktive Menschen und setzen mit ihnen eine Markenstrategie um, verdienen also wirkliches Geld mit falschen Identitäten. Aktuelle Meldungen hierzu gibt es auch immer mehr. Fraglich ist das Ganze aus ethischer Sicht: Bekommen Kinder und Jugendliche nicht irgendwann einen Knacks, wenn man ihnen in den sozialen Netzwerken immer mehr das perfekte Leben vorspielt und zu viel Haut zeigt?

Das ist gewiss nur eine Seite der Medaille, begegnen wir doch KI-Systemen längst an anderen Stellen im Alltag. Zweckdienlich etwa ist die automatische Spracherkennung. Speech to Text ermöglicht es, menschliche Sprache zu verschriftlichen. Und moderne Smartphones kommen mit integrierter Spracherkennung daher, die es einem ermöglicht, Dinge per Spracheingabe zu suchen oder Textnachrichten aufzusprechen. In diesem Kontext ist künstliche Intelligenz mehrwertstiftend, kommt vor allem behinderten Menschen zugute – von einem gewissen Komfort in der Nutzung ganz abgesehen.


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