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Bild: M3E Group
Elektromobilität | Betriebsführung | Finanzen/Steuern

Ladeinfrastruktur

Analyse der europäischen Fördermittellandschaft

22.06.2023

Eine von M3E mithilfe der hauseigenen europaweiten Fördermittel-Datenbank eigens zur Power2Drive durchgeführte Untersuchung zeigt, dass in der Regel höhere Fördergelder für den Erwerb von Ladeinfrastruktur (LIS) über kombinierte Förderprogramme erzielt werden können, als über entsprechende, rein auf LIS ausgelegte Programme.

Dies trifft insbesondere auf die großen Märkte wie Spanien, Frankreich, Deutschland zu, wo kombinierte Programme sowohl für PKW als auch für LKW und die dazugehörige Ladeinfrastruktur (LIS) verfügbar sind. Es gilt jedoch auch für kleinere Märkte wie Österreich. Die Förderexperten von M3E empfehlen insbesondere Unternehmen, auf die Ausschreibungen für diese kombinierten Maßnahmen zu warten und ihre Flottendekarbonisierung entsprechend auszurichten.

Das Beratungsunternehmen hat eigenen Angaben zufolge mit seiner europaweiten Fördermittel-Datenbank ein vielseitiges Werkzeug entwickelt. Es dient zur Beratung der Fahrzeughersteller und ihrer Händler, aber auch (Groß-)Kunden und finden damit die optimalen Fördermittel für Ihre (Groß-)Projekte.

Europaweite Fördermittel-Datenbank macht Vergleich möglich

In der Datenbank werden alle Förderprogramme und Anreize in den 31 enthaltenen Ländern erfasst, wodurch die jährlich in Europa insgesamt bereitgestellten staatlichen Fördermittel für Elektromobilität in Höhe von rund 10 Milliarden Euro bequem recherchierbar sind. Natürlich sind auch Fördermittelprogramme für Ladeinfrastruktur (LIS) erfasst, von denen es in den meisten europäischen Ländern zahlreiche gibt, die für Unternehmen, Kommunen, Vereine und Privatpersonen in verschiedenen Anwendungsfällen geeignet sind. Diese Programme auf nationaler und regionaler Ebene ermöglichen die Förderung von öffentlichen und nicht-öffentlichen Ladestationen oder Wallboxen sowie deren Installation. Oftmals können auch der Netzanschluss, Tiefbauarbeiten und das Lademanagement gefördert werden.

Mit den Kombi-Förderprogrammen existieren aber seit 2021 in einigen Ländern Programme, die kombinierte Maßnahmen – also die Anschaffung von E-Fahrzeugen in Kombination mit LIS – fördern. „Unsere Recherche zeigt nun ganz eindeutig, dass diese Kombi-Programme besonders für Unternehmen sehr viel lukrativer sind als die Separatprogramme“, sagt Daniel Yanev, Team Lead Consulting und für die Datenbank Verantwortlicher bei M3E. „Auf Deutschland bezogen, empfehlen wir deshalb unseren (Groß-)Kunden in den zahlreichen Beratungen zur Flottenelektrifizierung, die Errichtung von Ladeinfrastruktur gegebenenfalls bis zum nächsten Förderaufruf für kombinierte Maßnahmen zu verschieben.“

Mit der dritten Auflage des KsNI-Programms, der Förderrichtlinie „Klimaschonende Nutzfahrzeuge und Ladeinfrastruktur“ des BMDV, steht ein solcher Aufruf für Lkw und LIS Ende 2023 bevor.