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+++ News +++ Smart Metering
Energiewende ohne intelligente Daten nicht zu bewältigen

Haushalte haben sich mit der zunehmenden Nutzung von Sonnen- und Windenergie und dem privaten Einbau verschiedener Energiesysteme wie Wärmepumpen von passiven Energieverbrauchern zu aktiven Energieproduzenten entwickelt. Dieser Übergang erfordert Daten, bereitgestellt durch intelligente Geräte, und ein flexibleres Management für den Netzbetreiber.

Carlo Lazar und Tommi Blomberg, Foto: Aidon

„Um erneuerbare Energie ins Netz einspeisen zu können, bedarf es einer intelligenten Datenerfassung. Smart Meter sind eine wesentliche Quelle dieser Daten. Ohne diese Informationen kann das Netz nicht optimal gesteuert werden“, sagt Tommi Blomberg, CEO von Aidon, einem nordischen Hersteller für Smart Metering, Smart Grids-Ausrüstung und Services im Stromsektor.

Deutschland hat sich bereits entschieden, Smart Metering als Teil zukünftiger Energiesysteme einzusetzen. „Auf dem Gebiet des Strommarktes ist jedoch die derzeitige Entwicklung zu langsam, um den Herausforderungen von heute gerecht zu werden. In Deutschland sollen bis 2032 ausgewählte Messpunkte mit intelligenten Zählern ausgestattet sein. Nur geschätzte 20 % dieser Zähler werden über eine Datenverbindung verfügen. Für einen stabilen Netzbetrieb müssten aber Daten aus dem gesamten Niederspannungsnetz verfügbar sein. Ein Fünftel scheint uns nicht ausreichend zu sein“, sagt Blomberg.

Aidon hat Smart Meter mit der Fähigkeit, auch intelligente Erkenntnisse aus dem Niederspannungsnetz zu liefern, ausgestattet. Blomberg erklärt: „Mit unseren Smart-Metering-Geräten können Netzbetreiber Ereignisse erkennen, Alarme empfangen und überwachen, was im Niederspannungsnetz hinter der Umspannstation passiert.“
Heute sind die Geräte von Aidon und die zugehörigen Softwaresystemlösungen der Schlüssel zur Schaffung eines stabilen Netzes und zur Steigerung der Energieeffizienz für mehr als 120 Verteilnetzbetreiber in Nordeuropa.

Neue Technologien einsetzen um Herausforderungen intelligent zu lösen

„Der nordische Ansatz für Stromnetzmanagement ist sicher nicht perfekt, aber die Ambitionen liegen auf einem anderen Niveau als in Mitteleuropa. Die Bereitstellung von Echtzeitdaten, 100 % Konnektivität und damit 100 % Verfügbarkeit von Informationen, gekoppelt mit Lastmanagementmechanismen bedeutet, dass nordische Netzgesellschaften besser gerüstet sind, aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu meistern. Für Verbraucher bedeutet dies langfristig zuverlässigere, kostengünstigere und nachhaltigere Energie. Kann es sich Deutschland leisten, wichtige Smart-Metering-Daten für ein optimales Netzmanagement zu vernachlässigen?“ fragt Blomberg.

Carlo Lazar, Director of Sales and Marketing bei Aidon, erklärt: „Um die Energiewende zu managen, brauchen Netzbetreiber Daten. Sie müssen vorhersagen können, wie viele Elektroautos angeschlossen werden oder wie viele Gasverbraucher auf Wärmepumpen oder Solarenergie umsteigen werden. Dies lässt sich nur durch Transparenz und Priorisierung im Niederspannungsnetz lösen.”

Lazar ergänzt: „Regulierungen und eine zu langsame Implementierung intelligenter Messlösungen führen dazu, dass ein Großteil wichtiger technischer Daten, die von intelligenten Zählern gesammelt werden könnten, den Netzbetreibern heute nicht verfügbar gemacht werden. Basierend auf unserer langjährigen Erfahrung aus Nordeuropa haben wir eine hochmoderne Lösung geschaffen, die den deutschen Netzbetreibern helfen könnte, dieses Problem zu lösen.“ Aidon wendet spezielle Analysen, Edge-Computing und KI an, die auf Echtzeitdaten basieren, welche von Grid-Sensoren erfasst werden.

„Beispielsweise können Probleme durch Oberschwingungen oder unsymmetrische Einspeisungen im Verteilnetz entstehen“, sagt Lazar. „Dank der Hochgeschwindigkeits-Datenverbindung unserer IoT-Sensorgeräte der neuesten Generation werden diese sofort erkannt. Diese von den Geräten generierten Alarme werden durch unsere zentralisierte „Cockpit“-Lösung Aidon One angezeigt und verwaltet. Die Echtzeit-Dateneinblicke werden im Kontrollraum des Netzbetreibers, oder auf einer Karte auf einem Mobilgerät ermöglicht. Die Außendienstmitarbeiter können ohne Verzögerung präventive und korrektive Wartungsmaßnahmen durchführen.“

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