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Ein Erfolgskonzept geht auf

Sieger im Bundesleistungswettbewerb fährt zu den Euroskills 2016
ep9/2016, 4 Seiten

Für angehende Elektrotechniker zeichnet sich das Berufliche Schulzentrum Döbeln-Mittweida schon seit Jahren als eine hervorragende Ausbildungsstätte aus. Zudem werden in der eigenen Arbeitsgemeinschaft Elektrotechnik stets spannende Projekte entwickelt und umgesetzt. Deren Anforderungen gehen oft weit über den normalen Unterrichtsplan an der Berufsschule und die praktische Ausbildung im Elektrobetrieb hinaus.


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S. Ruppert: In erster Linie werde ich nun Erfahrungen sammeln und auf die Meisterausbildung hinarbeiten – und natürlich erst einmal auf die EuroSkills 2016 in Göteburg.

Dann viel Erfolg bei diesen Vorhaben.

2. ep im Gespräch mit Fachlehrer Frank Bumke

Erst einmal herzlichen Glückwunsch für diesen schönen Erfolg Ihrer Lehrtätigkeit. Sie sind langjährig als Berufsschullehrer am BSZ Döbeln-Mittweida tätig. Gab es schon einmal eine solch herausragende Leistung unter Ihren Schülern?

F. Bumke: Im Bereich Elektrotechnik gab es bisher noch keinen Schüler, der es auf das Siegerpodest beim Bundesausscheid geschafft hat.

Worin sehen Sie den Schlüssel zu solchen Leistungen und damit auch solcher Lehr- und Ausbildungserfolge?

F. Bumke: Jeder Mensch definiert den Begriff „Erfolg“ individuell, über seine eigenen Ziele, denn jeder Mensch ist einzigartig. Viele Bausteine müssen perfekt zueinander passen, damit ein Mensch den Erfolg hat, den er sich wünscht. Im beruflichen Kontext sind die persönlichen Voraussetzungen wichtig. Dazu zählen nicht nur der Bildungsabschluss zum Beginn der Ausbildung, sondern ebenso Lernbereitschaft, Durchhaltevermögen und die Liebe zum zukünftigen Beruf. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Die Ausbilder im Ausbildungsbetrieb, die Ausbilder der Handwerkskammer während der überbetrieblichen Ausbildung und die Berufsschullehrer sind dafür verantwortlich, für das Lernen der Auszubildenden optimale Bedingungen zu schaffen.

Wenn ein Mensch seine Ziele erreicht, ist er erfolgreich, dann hat alles optimal gepasst. Wenn er außerdem Sieger in einem Leistungsausscheid wird, ist es noch schöner.

In der Schuleläuft sicher nicht immer alles so glatt, wie das bei der Ausbildung von Sebastian Ruppert der Fall war. Gibt es auch Schwierigkeiten, die sich in Ihrer Arbeit auftun?

F. Bumke: Ja, durchaus. Ein Problem stellt die zunehmende Heterogenität in der Klassenzusammensetzung eines Jahrgangs dar. Immer häufiger lernen Auszubildende ohne Schulabschluss gemeinsam mit Oberschülern, Abiturienten, ehemaligen Studenten und Seiteneinsteigern. Der größte Altersunterschied innerhalb einer Klasse lag bisher bei 33 Jahren. Als Lehrer die Auszubildenden hier optimal zu fordern und zu fördern, ist nicht immer leicht.

Wie sehen Sie den Wandel des Berufsbildes des Elektrotechnikers, insbesondere im Zuge der rasanten technischen Entwicklung?

F. Bumke: Die technischen Neuerungen in der Elektrotechnik haben in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Diesem technischen Wandel muss sich die Berufsschule auch in ihrer Ausbildung stellen. Der Schulträger des BSZ Döbeln-Mittweida, der Landkreis Mittelsachsen, hat die Notwendigkeit einer modernen Laborausstattung erkannt. In den vergangenen Jahren wurde zum Beispiel in die Sicherheit der Laborräume und in die technische Ausstattung auf den Gebieten der Gebäudeautomation, Telekommunikation, Antriebstechnik und Beleuchtungstechnik einiges investiert.

Sie arbeiten aber auch eng mit den Ausbildungsbetrieben und Herstellern der Branche zusammen?

F. Bumke: Ja, die zweite wichtige Stütze für die Ausbildung am Beruflichen Schulzentrum Döbeln-Mittweida ist die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben und der Industrie. Sachspenden und Leihgaben moderner, technischer Systeme in Verbindung mit dem entsprechenden Fachwissen helfen uns, in der Ausbildung mit der Technikentwicklung Schritt zu halten.

Dieses technische Fachwissen wird in die Ausbildung integriert und so direkt an die Auszubildenden weitergegeben.


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