Aus dem Facharchiv: Lernen & Können
Werkstoffkunde – Widerstandsreihen und SMD-Technik (8)
In der letzten Folge dieser Serie wurden die Werkstoffe mit weniger gutem elektrischen Leitverhalten betrachtet – die Widerstandswerkstoffe. Dabei wurde bereits das Thema SMD-Technik erwähnt, wozu hier noch eine kurze Ergänzung folgt. Desweitern wird noch die Klassifizierung von Widerständen im Rahmen der E-Reihen vorgestellt.
R = 2,2 Ω (gerundet)
Der Wert 2,1544 wird aufgerundet und es ergibt sich der gerundete Wert 2,2.
3. Wert. Der dritte Wert ergibt sich wiederum aus dem nicht gerundeten Ergebnis des 2. Werts multipliziert mit dem Faktor k.
4,6416... = 2,1544... · 2,1544...
R = 4,7 Ω (gerundet)
Hieraus ergibt sich der dritte Wert mit 4,6414...
Grundsätzlich wird der Äquiquotient großzügig aufgerundet, auch wenn sich das aus dem berechneten Ergebnis nicht ergibt. Aufgerundet ergibt das den Widerstandswert 4,7 Ω.
Hinweis: Da die Reihen E3, E6, E12 und E24 schon in den Jahren 1948 und 1950 (und damit vor der Entstehung der Norm DIN IEC 63) festgelegt wurden, entsprechen in der E24-Reihe die Werte von 2,7 bis 4,7 nicht den Rundungsregeln, was aber auf Grund der großen Verbreitung nicht mehr geändert worden ist.
Variante B
Der 2. Rechenweg unterscheidet sich von der vorhergehenden Möglichkeit zur Berechnung der Werte der Widerstandsreihen nur unwesentlich. Hierbei wird der Faktor k mit (n – 1) potenziert. Wobei n die Stelle des Widerstandswertes in der jeweiligen E-Reihe angibt. Mathematisch gesehen ist das Potenzieren nichts anderes, als eine Zahl mit sich selbst zu multiplizieren. Genauso, wie es in der Variante A zuvor gerechnet wurde.
Von E3 bis E96
Mit Hilfe der Faktoren lassen sich über die beiden dargestellten Rechenwege die einzelnen Werte der jeweiligen E-Reihe ermitteln. Beachtenswert ist, dass den Werten der E-Reihe unterschiedliche Toleranzwerte (von 20 bis 1 %) zugeordnet sind.
Autor: K.-H. Bleiß
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