Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Technisat – Smarthome mit Z-Wave und WLAN
Das Thema Hausautomation hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Was noch vor wenigen Jahren etwas für besser betuchte Bauherren war, ist heute ein Angebot für Jedermann. Dabei ist die Technik nicht nur preisgünstiger geworden, sondern immer wieder von neuen Ideen geprägt.
Bediengeräte
Das besprochene Smarthome-System bietet gleich 4 Bedienvarianten:
Taster. Die einfachste Möglichkeit ist der Szenenschalter. Das Bedienfeld des Schalters umfasst 4 Tasten und unter Nutzung von Tastenkombinationen können damit bis zu 8 definierte Funktionen aufgerufen werden.
App. Zeitgemäß ist die Bedienung per App mit Hilfe eines Smartphones oder Tablets.
IR-Fernbedienung. Es kann auch die Bedienung mittels IR-Fernbedienung und geeignetem TV-Gerät erfolgen.
Sprachsteuerung. Last but not least kann eine Anlage – bei Vorhandensein der entsprechenden Technik – auch mit der Alexa-Sprachsteuerung bedient werden. Hierzu wird eine entsprechende Kommunikationskomponente (Echo Dot) benötigt.
Inbetriebnahme
Für die Inbetriebnahme der Smarthome-Komponenten und die Vereinbarung von Funktionen steht in der Connect-App ein eigener Anwendungsbereich zur Verfügung. Damit können Sensoren und Aktoren eingelernt, Funktionen und Szenen vereinbart sowie Timer definiert werden. Die App ist weitgehend intuitiv bedienbar, nicht zuletzt deshalb, weil deren Entwicklung ausdrücklich mit Blick auf die Nutzung durch Laien realisiert wurde. Eventuell auftretende Reichweitenprobleme können recht unkompliziert mittels des Zwischensteckers, der zugleich als Repeater wirkt, gelöst werden. Für die Einbindung der Kameras sind Netzwerkkenntnisse unverzichtbar. Handhabung und Funktion der Komponenten werden anhand der Unterlagen und in Form diverser Videoanleitung umfassend erläutert. Der Einstieg in das Angebot wird zudem durch einige Aufrüst- und Startpakete (siehe Kasten) erleichtert.
Fazit
Die Smarthome-Lösung des Unternehmens Technisat ist ein interessantes Angebot – auch für den Elektrotechniker. Mit dem System lassen sich ganz gezielt unterschiedliche Kundenwünsche zu einem vergleichsweise günstigen Preis-/Leistungsverhältnis erfüllen. Jedoch sind Netzwerkkenntnisse unerlässlich, auch wenn man auf die Einrichtung des Fernzugriffes verzichtet. Mit der Sprachsteuerung steht zudem eine spannende – wenn auch nicht ganz unumstrittene – Bedienalternative zur Verfügung. Das System ist noch vergleichsweise neu am Markt und verfügt vom Konzept her über erhebliches Potential zur Weiterentwicklung. Man darf also gespannt sein, was auf der IFA 2019 diesbezüglich vorgestellt wird.
Autor: H. Möbus
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