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Unterzeichnung der Absichtserklärung, Bild: Siemens
Energiespeicher, Batterieanlagen | Energietechnik | Regenerative/Alternative Energien

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Siemens will einen der leistungsstärksten Batteriespeicher Europas errichten

29.07.2021

Siemens Smart Infrastructure und die Zukunftsenergie Nordostbayern GmbH (Zenob) haben eine Absichtserklärung zur schlüsselfertigen Errichtung eines Batteriespeichers mit einer Leistung von 100 MW unterzeichnet.

Die Anlage soll in Wunsiedel entstehen und über eine Leistung von 100 MW verfügen. Die Anlage mit einer Speicherkapazität von 200 MWh soll zur Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energie beitragen und Bedarfsspitzen im Stromnetz abdecken.

Netz durch Stromspeicher stabilisieren

Laut Siemens soll der Stromspeicher 5.000 Quadratmeter groß sein und könne rechnerisch 20.000 Durchschnittshaushalte mit Strom versorgen. Geplant ist, dass der Hersteller Fluence den Lithium-Ionen-Batteriespeicher liefert. Fluence ist ein Joint Venture von Siemens und AES. Siemens leitet das Projekt, konzipiert die Umsetzung, baut eine Mittelspannungs-Schaltanlage und bindet das Hochspannungsnetz an. In der Absichtserklärung steht außerdem, dass ein Finanzierungskonzept erarbeitet werden soll.Stromspeicher können dazu beitragen, das Netz zu stabilisieren und die erneuerbare Erzeugung besser auszunutzen.

Ein- und Ausschalten großer Industrieanlagen im Netzgebiet braucht sehr viel Strom

In dem geplanten Speichersystem sollen große Mengen grünen Stroms ein- und ausgespeichert werden können, die somit nicht mehr abgeregelt werden müssen. Denn teure, lastbedingte Spitzenlasten lassen sich vermeiden, weil sie sich über den Speicher abfedern lassen. „Davon profitiert auch der vorgelagerte Netzbetreiber, weil er dadurch mehr Flexibilität zum Ausgleich von Spannungsschwankungen erhält, die durch den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung vermehrt auftreten“, sagte Bernd Koch, Cheftechnologe Energy Performance Services bei Siemens Smart Infrastructure, Deutschland. Für den Netzbetreiber verspricht die Lösung eine wesentliche Entlastung. „Das Ein- und Ausschalten der großen Industrieanlagen im Netzgebiet braucht sehr viel Strom“, sagte Siemens-Projektleiter Andreas Schmuderer. „Dafür musste der Netzbetreiber bisher erhebliche Reserven vorhalten. Fallen diese in Zukunft weg, birgt dies ein großes Potenzial zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen auf dem lokalem Energiemarkt.“