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Non-Profit-Organisation für gemeinsame Runtime-Basis
Die UniversalAutomation.Org hat Anfang November ihre Arbeit aufgenommen. Als Non-Profit-Organisation verwaltet, pflegt und erweitert sie die Referenzimplementierung einer auf der Norm IEC 61499 basierenden Runtime-Umgebung.
Die Mehrwerte eines herstellerunabhängigen Automatisierungsansatzes sind nicht auf das Engineering beschränkt. Durch die Entkopplung von Hard- und Software sowie die objektbasierte Programmierung entstehen völlig neue Geschäftsmodelle. Start-Ups oder Softwareentwickler für spezifische Regelungslösungen haben es nun viel leichter, ihre Produkte auf den Markt zu bringen.
Vor allem deshalb, weil sich ihre Softwareapplikationen wie aus einem App-Store herunterladen und per Plug-and-Produce für die jeweilige Anlage nutzen lassen. Enduser und Maschinenhersteller können dann aus einem breiten Angebot aus bereits getesteten und hochspezialisierten Softwarekomponenten auswählen und sich für die am besten geeignete entscheiden. Für die Automatisierungsbranche entsteht damit eine völlig neue Kategorie an softwarezentrierten Automatisierungskomponenten.
Wie lohnenswert die Etablierung interoperabler Automatisierungslösungen ist, belegen die Marktforscher der ARC Advisory Group. Einsparungen von rund 30 Milliarden Dollar jährlich seien in der Industrie auf Basis eines herstellerunabhängigen Standards realistisch. Das entspricht in etwa der Summe, die derzeit allein für Wartung und Instandhaltung von bereits installierten, proprietären Systeme aufgebracht werden muss.

