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Elektromobilität

Laden von E-Autos an alten Elektroinstallationen ist riskant [Update]

11.07.2016

Der ZVEI hat den Zustand elektrischer Anlagen in Gebäuden ermittelt. Das Resultat ist ernüchternd – vor allem für potenzielle E-Auto-Käufer.

Im Mai warnte der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg vor der Schnellladung von E-Autos in Gebäuden mit veralteter Elektroinstallation (ep berichtete). Die Mitteilung des Fachverbands basierte auf einer Studie des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Der ZVEI weist nun darauf hin, dass die Warnung nach wie vor aktuell ist. Die Studie "Zustandserhebung elektrischer Anlagen für Gebäude" wurde im Auftrag des ZVEI erstellt. Darin wird untersucht, welche Folgen die prognostizierte Zunahme der Ladevorgänge von E-Autos an den vorhandenen Elektroinstallationen haben kann. In Auswertung der Studie warnt der ZVEI vor einer Überlastung der Elektroinstallationen:  "Vor allem Häuser, die zwischen 1950 und 1980 gebaut wurden, [sind] nicht mit der in einer DIN-Norm empfohlenen Mindestausstattung ausgerüstet. Viele davon sind für die Zusatzbelastung des häuslichen Stromnetzes durch das Laden der Batterie eines Elektroautos nicht geeignet. Sie stellen jedoch den größten Teil des derzeitigen Wohnbestandes dar." Obwohl jedes E-Auto grundsätzlich an einer normalen Steckdose geladen werden kann, sollte vor dem Kauf des Fahrzeugs ein Fachmann mit der Prüfung der Elektroinstallation beauftragt werden. Das gilt nicht nur für den eventuellen Einsatz von Schnellladesystemen, sondern auch dann, wenn man sein E-Auto über mehrere Stunden laden möchte. Quelle: ZVEI

Autor
Name: Jürgen Winkler