Autonomes Fahren: Fernsteuerung im Notfall
Künstliche Intelligenz im Zusammenspiel mit menschlicher Intelligenz
Das autonome Fahren kommt, so viel steht für Politik und Wirtschaft fest. Doch wie kann in gefährlichen Situationen gehandelt werden? Können Verkehrswächter im Notfall eingreifen?
Nissan kündigte bereits an, seine autonomen Fahrzeuge mit einer Leitstelle verknüpfen zu wollen. Es würde aber auf Dauer wohl zu teuer werden, wenn jeder Hersteller seine Fahrzeuge mit einer eigenen Leitstelle verbindet.
Ein zentrales System für teleoperierendes Fahren ist denkbar. Das Fraunhofer Institut stellte kürzlich ein Forschungsprojekt namens Inframix vor, bei dem verschiedene Szenarien untersucht werden.
Konventionelle und autonome Fahrzeuge werden zum Beispiel gleichermaßen durch eine Fahrbahnverengung einer Baustelle gesteuert. Die EU fördert das Projekt bis 2020 mit 4,9 Millionen Euro. BMW, Siemens, Tom Tom sowie die österreichische Asfinag stocken das Projekt finanziell um den gleichen Betrag auf. So könnten Verkehrswächter in Leitstellen zukünftig Fahrzeuge übernehmen und durch gefährliche Situationen manövrieren.
Flugzeuge fliegen per Autopilot. Züge werden automatisch gesteuert. Autonome Fahrzeuge werden mit unzähligen Sensoren ausgestattet, die jeder Verkehrssituation gerecht werden sollen. Doch ohne menschliche Überwachung und die Möglichkeit, notfalls einzugreifen, wird es auf absehbare Zeit auch beim autonomen Fahren nicht gehen. Verkehrswächter in zentralen Leitsystemen, die aus der Ferne auf die Fahrzeuge zugreifen, könnten dabei eine große Rolle spielen.

