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Entwicklung Wasserstoffwirtschaft

Die Rolle des Wasserstoffs für die Energiewende

05.06.2025

Wasserstoff gilt als zentraler Baustein der Energiewende. Doch der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft kommt nur schleppend voran – hohe Kosten und unklare Rahmenbedingungen bremsen die Entwicklung. Im VDI-Interview erläutert Prof. Dr. Karsten Pinkwart, Mitglied im Nationalen Wasserstoffrat der Bundesregierung, warum Tempo jetzt entscheidend ist und welche Maßnahmen dringend erforderlich sind.

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Karsten Pinkwart: Europa muss stärker kooperieren. Bisher liegt der Fokus auf Importstrategien aus Australien, Nordafrika oder Südamerika. Dabei haben wir in Europa selbst enorme Potentiale, etwa in osteuropäischen Ländern mit hoher Windkraftverfügbarkeit. Diese Regionen werden bisher kaum berücksichtigt.

Eine engere europäische Zusammenarbeit könnte nicht nur stabile Lieferketten sichern, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bringen. Deutschland könnte sein Ingenieur-Know-how exportieren und gleichzeitig europäische Partnerländer in ihrer Transformation unterstützen.

Wie wichtig sind einfache Regeln und stabile Förderbedingungen?
VDI: Welche politischen Maßnahmen wären jetzt entscheidend?

Karsten Pinkwart: Wir brauchen stabile und langfristige Förderinstrumente, die Investitionen erleichtern und Wasserstoff wirtschaftlich konkurrenzfähig machen. Der Mittelstand darf nicht durch zu komplexe Regularien ausgebremst werden.

Große Konzerne können sich auf regulatorische Anforderungen einstellen, aber für Mittelständler sind hohe Bürokratiekosten oft ein Hindernis. Großunternehmen können es sich eher leisten, dafür personelle Ressourcen zu schaffen. Aber auch das mittelständische Unternehmen aus dem Schwarzwald oder Sauerland sollte nicht an den bürokratischen Hürden scheitern.

Deshalb ist es entscheidend, dass der Staat Rahmenbedingungen schafft, die nicht nur Großunternehmen zugutekommen, sondern auch kleineren Akteuren den Markteinstieg erleichtern..

Quelle: VDI


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