Gehrlicher Solar baut Solarpark in Wasserschutzgebiet
Auf dem 110-Meter-Streifen entlang der Bahntrasse in Neustadt bei Coburg errichtet das Photovoltaik-Unternehmen eine Freiflächenanlage mit einer Gesamtleistung von 5,3 MWp.
Im März hat die Gehrlicher Solar AG mit dem Bau des Solarparks Neustadt-Bahn begonnen, dessen besondere Herausforderung die Lage in einem Wasserschutzgebiet ist. Nach aufwändiger Prüfung und detaillierter Planung durch die Gehrlicher Solar AG wurde einer der ersten Solarparks in einem solchen Gebiet in Bayern genehmigt.
Aufgrund der außergewöhnlichen Geländebeschaffenheit können in Teilgebieten keine Rammungen mit ausreichender Tiefe vorgenommen werden, weshalb Gehrlicher Solar eine spezielle Unterkonstruktion konzipiert hat. Dabei handelt es sich um individuell angefertigte Pfosten und Betonringe, auf denen anschließend die firmenintern entwickelte Unterkonstruktion Gehrtec Base installiert wird. Darüber hinaus werden 27.720 Solarmodule des Herstellers Sunowe sowie sechs Wechselrichter des Marktführers SMA verbaut, die den Solarstrom in netztauglichen Wechselstrom umwandeln.
Die Solaranlage mit einer Nennleistung von 5,3 MWp verläuft entlang der Bahnlinie von Coburg nach Ernstthal am Rennsteig und soll jährlich rund 5,25 Millionen Kilowattstunden Ökostrom produzieren. Dies deckt den Bedarf von mehr als 1.500 Drei-Personen-Haushalten und spart verglichen mit fossiler Stromerzeugung jährlich rund 4.725 Tonnen CO2 ein.
Der Solarpark entsteht auf einem insgesamt ca. 11 Hektar großen Areal, wobei auf knapp 3 Hektar verschiedene sog. Ausgleichsmaßnahmen realisiert werden. Die Freiflächenanlage ist damit beispielhaft für die sinnvolle und umweltschonende Nutzung von Wasserschutzflächen, die vormals landwirtschaftlich beansprucht waren. Die Inbetriebnahme des Solarparks ist bis 30. April geplant.

