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Prypjat nach der Katastrophe von Tschernobyl
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Studie

Erneuerbare Energien konkurrenzfähige Alternative zur Kernkraft

26.04.2018

Am 26. April 1986 ereignete sich die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. In Block 4 des Kernkraftwerks nahe der ukrainischen Stadt Prypjat explodierte der Reaktor nach einem unkontrollierten Leistungsanstieg.

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Dabei wurden als Komponente des steuerbaren erneuerbaren Kraftwerkssystems Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen analysiert, deren Überschussstrom per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt wird. Der lässt sich gasförmig speichern und bei Bedarf wieder in Strom umwandeln. Die Kosten lagen zwischen 112 und 128 Euro je Megawattstunde in Polen, Tschechien und Ungarn. Für die Slowakei ermittelten die Experten einen Wert von 167 Euro je Megawattstunde. Durch eine stärkere Kooperation der Staaten ließen sich die Kosten auf 100 Euro je Megawattstunde senken.

Dass die Werte von 80 Euro für die AKWs kaum zu halten sind, zeigen vergleichbare Projekte in Frankreich und Großbritannien. Die geplanten Kosten für den Bau des Europäischen Druckwasserreaktors EPR in Flamanville in der Normandie haben sich bisher mehr als verdoppelt. Sie bewegen sich derzeit zwischen 90 und 125 Euro je Megawattstunde. In Großbritannien werden für den Bau von Hinkley Point C – mit Subventionen – Kosten von 119 Euro pro Megawattstunde garantiert.

Erneuerbare Energien sind damit konkurrenzfähig gegenüber der Atomkraft. Die Atom-Lobby ist jedoch übermächtig. Neben den wirtschaftlichen Berechnungen und immensen Kosten, die auch durch den Rückbau der Atomkraftwerke und Endlagerung des Atommülls entstehen, sind es vor allem die Gefahren der Produktion des Atomstroms, die ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung darstellen.


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Autor
Name: Antje Schubert