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Im Solarpark gefundene Granaten
Energietechnik/-Anwendungen | Photovoltaik

Erdfunkstation sorgt jetzt auch für Sonnenstrom

23.05.2013

Auf dem Gelände der Erdfunkstelle ist die größte PV-Anlage im Hochtaunuskreis ans Netz gegangen.

 

Auf dem Gelände der Erdfunkstelle ist die größte PV-Anlage im Hochtaunuskreis ans Netz gegangen.

Mit insgesamt 6,2 Megawatt-Peak beträgt ihre Leistung nahezu die Hälfte dessen, was alle übrigen Solar-Anlagen des Kreises zusammengenommen leisten. Günstig ist auch die Lage mit rund 400 Höhenmetern, denn je weniger Luftschichten die Sonnenstrahlen durchdringen müssten, desto weniger Verluste gibt es.

Die umweltfreundlichen Kraftwerke mussten allerdings auf explosivem Untergrund gebaut werden, wie Uwe Czypiorski, Technischer Geschäftsführer von "F&S Solar", den zahlreichen Pressevertretern berichtete: "Vor dem Bau musste erst einmal der Kampfmittelräumdienst das Gelände von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg befreien, dort gab es nämlich früher einen Feldflugplatz mit Munitionsbunkern."

"Eigentlich wollten wir die Anlagen selbst finanzieren und betreiben, aber durch die Änderungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes war uns das zu riskant, Unternehmer haben da mehr Spielraum als Kommunen", so der Neu-Anspacher Stadtchef, Klaus Hoffmann.

Im Solarpark Usingen verrichten 8.142 Solarmodule ihren Dienst und erzeugen jährlich annähernd zwei Millionen Kilowatt-Stunden Strom. In Neu-Anspach sind im Norden 10.373 PV-Module installiert, wodurch jährlich knapp 2,4 Millionen Kilowatt-Stunden Strom erzeugt werden. Das erspart der Umwelt 1.632 Tonnen Kohlendioxid und reicht für 676 Haushalte.

Für den dritten Park, der sich im Süden des Geländes auf Usinger und Neu-Anspacher Gemarkung beider Städte befindet, wurden weitere 6.900 Module aufgestellt. Czypiorski: "Dadurch werden mehr als 1.200 Tonnen Kohlendioxid eingespart, der erzeugte Strom von jährlich über 1,7 Millionen Kilowattstunden kann weitere 511 Haushalte mit Ökostrom versorgen."