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Bild: Arturs Budkevics/123rf
Heizungs- und Wärmetechnik | Energietechnik/-Anwendungen

Wärmedämmung

Energieeffizienz: So wird das Haus fit für die Zukunft

04.08.2023

Experten der Energieberatung der Verbraucherzentrale erklären, welche Maßnahmen zum Energiesparen beitragen.

Die Wärmepumpe ist der veralteten Öl- und Gas-Brennwerttechnik in fast allen Gebäuden deutlich überlegen, wenn es um Effizienz geht - unabhängig von der Klimaneutralität. Allerdings kann der Betrieb einer Wärmepumpenheizung durch zusätzliche Wärmedämmungen noch effizienter gestaltet werden.

Neben der Energieeinsparung im Winter bietet eine gute Dämmung auch im Sommer zahlreiche Vorteile. So sorgt sie dafür, dass die Innenräume angenehm kühl bleiben und der Betrieb von Kühlanlagen vermieden werden kann - was letztlich auch den Geldbeutel schont. Darüber hinaus schützt eine gute Dämmung vor Schimmelbildung und sorgt für wohltuende Behaglichkeit in den Wohnräumen.

Effizientes Haus durch Dämmung

Durch nachträgliche Dämmmaßnahmen an Außenwänden, Dachflächen und dem Austausch von alten Fenstern und Außentüren lassen sich die Wärmeverluste eines Gebäudes um bis zu 90 % reduzieren. Die Effizienz der Dämmung wird anhand des U-Werts gemessen, wobei ein niedrigerer U-Wert eine bessere Wärmedämmung bedeutet. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt Höchstgrenzen für die U-Werte bei energetischen Sanierungen fest. Jedoch können in der Praxis oft noch bessere Werte erreicht werden, was in manchen Fällen eine finanzielle Förderung ermöglicht.

Obwohl Wärmedämmungen mit beträchtlichen Investitionskosten verbunden sind, können sie dennoch wirtschaftlich interessant sein, besonders wenn ohnehin Reparaturen oder Instandhaltungen am Gebäude erforderlich sind. In solchen Fällen können die zusätzlich erforderlichen Ausgaben für die Dämmung, beispielsweise während eines notwendigen neuen Anstrichs an den Außenwänden, in Betracht gezogen werden. Die Fassadendämmung gilt dabei als die effizienteste Maßnahme zur energetischen Sanierung.

Die nachträgliche Dämmung der Dachschrägen kann teuer sein, insbesondere wenn gleichzeitig das Dach neu gedeckt werden muss. Falls der Dachboden unbeheizt ist, kann alternativ die oberste Geschossdecke gedämmt werden, was erheblich kostengünstiger ist.

Des Weiteren kann die Kellerdecke nachträglich gedämmt werden, sofern der Keller nicht beheizt wird. Sowohl die Dämmung der Kellerdecke als auch die Dämmung des Dachbodens können prinzipiell von Heimwerkern selbst umgesetzt werden.

Richtige Förderprogramme finden

Grundsätzlich führt die Dämmung eines Gebäudes zu mehr Energieeinsparungen, als die Produktion des verwendeten Dämmmaterials verursacht hat. Dadurch verhindert die Dämmung mehr CO2-Ausstoß, als sie selbst verursacht.

Wenn Hausbesitzer ihr Gebäude durch eine Sanierung effizienter gestalten als vom Staat gefordert, haben sie Anspruch auf einen Zuschuss. Die förderfähigen Maßnahmen umfassen nachträgliche Wärmedämmungen, den Austausch von Fenstern und Außentüren sowie die Erneuerung der Heiztechnik, beispielsweise durch eine Wärmepumpe oder einen Wärmenetzanschluss. Die Höhe der Zuschüsse variiert je nach durchgeführter Maßnahme und liegt zwischen 15 und 45 % der Kosten. Um die Zuschüsse zu beantragen, erfolgt die Abwicklung online beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Alternativ können Hausbesitzer, die ein Eigenheim besitzen, anstelle der Zuschüsse eine Steuerermäßigung beantragen. Diese wird über einen Zeitraum von drei Jahren verteilt und beläuft sich auf bis zu 20 % der Kosten für energetische Maßnahmen. Die maximale Höchstsumme der Steuerermäßigung beträgt dabei 40.000 Euro pro Wohnhaus. Wenn eine energetische Baubegleitung und/oder Fachplanung in Anspruch genommen wurde, kann die Steuerermäßigung sogar bis zu 50 % betragen.