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Energietechnik/-Anwendungen | Heizungs- und Wärmetechnik

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5 Praxistipps für das richtige Heizen mit Holz

16.12.2022

Der Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) gibt grundlegende Empfehlungen für das effiziente und umweltschonende Heizen mit Holz.

1. Der Brennstoff
Die Geschichte fängt beim Kauf des korrekten Brennstoffs an und geht über die ordnungsgemäße Lagerung bis hin zum richtigen Nachlegen. Grundsätzlich gilt: Der Einsatz nicht zulässiger Brennstoffe führt zum einen zu höheren Emissionen und zum anderen kann dadurch die Schornsteinanlage Schaden nehmen.

Zudem ist eine Einzelraumfeuerstätte keine Müllverbrennungsanlage. In den Kaminofen gehören auch beschichtetes Holz sowie Spanplatten nicht. Es ist verboten diese Stoffe zu verbrennen.

Was genau verbrannt werden darf, findet sich in der beiliegenden Bedienungsanleitung. Oder man fragt den zuständigen Schornsteinfeger. Das gilt im Übrigen auch für die passende Scheitholzlänge.

2. Die Beschaffenheit
Der Brennstoff muss trocken sein: Beim Einsatz von Scheitholz muss eine max. Restfeuchte von unter 25 % vorliegen. Messen kann man dies mit einem quer zur Holzmaserung eingestochenen Messgerätes. So ist frisch geschlagenes Holz noch sehr feucht. Wird es anschließend nicht getrocknet, kommt es zu einer unvollständigen Verbrennung, bei der unnötigerweise Schadstoffe freigesetzt werden. Zudem ist der Heizwert gering, da das überschüssige Wasser verdampft, was unnötig Energie kostet. Auch das Anzündholz sollte trocken sein.

3. Die Lagerung

Ein Qualitätssiegel, welches dem Käufer hochwertiges und nachhaltiges Scheitholz zur sofortigen Nutzung garantiert, mit festgelegten Standards an die Holzqualität für eine emissionsarme und optimierte Verbrennung. 4. Das Anzünden
Eine falsch eingestellte Verbrennungsluftzufuhr gehört zu einem der häufigsten Bedienungsfehler. Beim Anzünden ist es wichtig, möglichst schnell hohe Temperaturen zu erreichen. Am besten geht das mit dünn gespaltenem Holz und handelsüblichen Anzündern wie etwa Knäule aus Holzwolle mit pflanzlichen Wachs, der sogenannten Zündwolle. Brennbare Flüssigkeiten sind dagegen nicht zu empfehlen, da hier Verpuffungsgefahr besteht.

Zu unterscheiden sind zwei Arten des Anzündvorgang: Zum einen das Anzünden von oben und zum anderen das Anzünden von unten. Das Anzünden von unten empfiehlt sich bei einem vorhandenen Bodenrost. Auch hier hilft ein Blick in die Anleitung. Fehlt diese oder man hat Zweifel, sollte man die Anzündvariante von oben wählen. Grundsätzlich ist in der Anzündphase die Luftzufuhr höher einzustellen, damit das Feuer mit viel Sauerstoff versorgt wird.

5. Das Glutbett

Größere Holzscheite oder Briketts können vorsichtig aufgelegt werden, sobald sich ein Glutbett gebildet hat. Werfen sollte man nicht, da sonst das Glutbett zerstört und der Funkenflug kaum mehr kontrollierbar wird. Sobald das Holz mit flackernden Flammen brennt, ist die Luftzufuhr zu drosseln, um einen sauberen Abbrand zu gewährleisten. Darüber hinaus gilt, den Feuerraum nicht vollzupacken, sondern häufiger kleine Mengen nachzulegen. Wird der Feuerraum überfüllt, kommt es zu einer unvollständigen Verbrennung. So nimmt die Heizleistung ab, und die Emissionen steigen.