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Benno Quade, Co-CEO der OneQrew GmbH, Bild: Fotograf Axel Griesch
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Digitale Werkstatt

29.06.2026

Viele Handwerksbetriebe haben ihre Abläufe in den vergangenen Jahren digitalisiert – allerdings meist mit einer Vielzahl einzelner Anwendungen für Angebotserstellung, Zeiterfassung, Warenwirtschaft oder Baustellendokumentation. Die Folge sind häufig Medienbrüche, Abstimmungsaufwand und Verzögerungen im Arbeitsalltag.

Gleichzeitig steigt der Bedarf, Informationen jederzeit und ortsunabhängig verfügbar zu haben. „Das zentrale Problem ist nicht der Mangel an Software, sondern die fehlende Verzahnung der vorhandenen Systeme“, sagt Benno Quade, Co-CEO der OneQrew GmbH. „Sobald Informationen zwischen Innen- und Außendienst nicht nahtlos verfügbar sind, entstehen Reibungsverluste, die sich direkt auf Produktivität und Reaktionsgeschwindigkeit auswirken.“ Deshalb gewinnen integrierte Plattformlösungen zunehmend an Bedeutung: Sie vernetzen Prozesse, bündeln Daten und schaffen durchgängige Arbeitsabläufe – vom Büro über das Fahrzeug bis zur Baustelle.

Plattformen bündeln Prozesse

Der Markt entwickelt sich zunehmend in Richtung integrierter Plattformlösungen. Ziel ist es, Informationen, Kommunikation und betriebliche Abläufe in einer gemeinsamen Umgebung abzubilden. Statt isolierter Anwendungen entstehen vernetzte Systeme, die Daten zentral verfügbar machen und Prozesse durchgängig unterstützen. Ein Beispiel dafür ist die Plattform MyOneQrew. Sie integriert unterschiedliche Funktionen wie Produkt- und Herstellerdaten, mobile Kommunikation, E-Learning, Werkzeug- & Fahrzeug-Tracking sowie KI-gestützte Chatbots wie ChatGPT. Für Handwerksbetriebe bedeutet das vor allem eines: relevante Informationen sind direkt im Arbeitskontext verfügbar – etwa technische Daten auf der Baustelle, Dokumentationen im Kundentermin oder Materialinformationen im Fahrzeug. Darüber hinaus unterstützt die Plattform zentrale betriebliche Prozesse wie die Einsatzplanung, das Fahrzeugmanagement und die Steuerung von Materialflüssen. Damit werden Datenflüsse über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg nutzbar und effizient organisiert – ein Faktor, der zunehmend auch die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben beeinflusst. „Entscheidend ist, dass Informationen nicht mehr gesucht oder abgefragt werden müssen, sondern situativ bereitstehen“, erklärt Quade. „Gerade im mobilen Einsatz entscheidet die Verfügbarkeit von Daten darüber, wie effizient ein Auftrag abgewickelt werden kann.“

KI als Unterstützung im Alltag

Auf der Basis integrierter Plattformlösungen gewinnt auch der Einsatz künstlicher Intelligenz im Handwerk an Bedeutung. Denn erst konsistent verknüpfte Daten ermöglichen es, KI-Anwendungen sinnvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren. Der Fokus liegt derzeit auf unterstützenden Funktionen, die Routineaufgaben vereinfachen und Prozesse beschleunigen – etwa beim schnellen Zugriff auf technische Informationen, bei der Dokumentation oder bei standardisierten Texten. „KI entfaltet ihren größten Nutzen dort, wo sie Mitarbeitende im Tagesgeschäft entlastet“, so Quade. „Sie beschleunigt Abläufe und reduziert Suchaufwand, ersetzt aber keine fachliche Bewertung oder Entscheidung.“ Plattformlösungen schaffen damit die Voraussetzung, um KI-Anwendungen praxisnah und effizient einzusetzen. 

Weitere Informationen: www.oneqrew.com