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+++ News +++ Coronakrise: Chancen für energieintensive Unternehmen
Wer in den Großhandel wechselt, kann von niedrigen Strom- und Gaspreisen profitieren

Die Energiepreise sind weltweit gefallen. Diese Preisvorteile können Unternehmen nutzen.

(Bild: M.Rode-Foto/stock.adobe.com)

Infolge der Coronakrise sind die Energiepreise an den Spot- und Terminmärkten auf ein Rekordtief gefallen. So kostete eine MWh Gas, die 2021 geliefert werden soll, in den vergangenen Tagen nur rund 12 Euro – ein Preistief, das es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gab. Im vergangenen Jahr kostete Gas zeitweise 24 Euro pro MWh. „Seit Februar dieses Jahres sind die Strompreise im Großhandel im Vergleich zu 2019 um 30 % gefallen, die Gaspreise haben sich sogar innerhalb weniger Tage nahezu halbiert“, erklärt Christoph Trares, Vertriebsleiter des international tätigen Energiedienstleisters enexion Group.
 
Schnell reagieren und Preisvorteile nutzen
 
Energieintensive Unternehmen mit einem deutschlandweiten Gesamtverbrauch von mehr als 50 GWh pro Jahr können diese Preisvorteile nutzen, wenn sie ihre Energie direkt im Großhandel einkaufen. „Sie sollten sich versorgerunabhängig am Großhandel für die kommenden Jahre eindecken, bevor die Preise wieder steigen“, rät Trares. Am Großhandel sind sie bis zu fünf Jahre im Voraus handlungsfähig. Dabei müssen sie sich aber nicht festlegen, welche Mengen sie zukünftig verbrauchen werden und können jederzeit nachsteuern - kaufen und verkaufen. „Gerade bei der aktuellen Krise ist die Großhandelsbeschaffung mit Abstand die beste Möglichkeit, um von Preisvorteilen zu profitieren, seine Flexibilität zu erhöhen und die Risiken zu minimieren“, ergänzt Trares.
 
Wer seine Energie dagegen klassisch in Form von Festpreis- oder Tranchenverträgen über einen Versorger bezieht, zahlt immer einen Endkundenpreis. Ob aufschlags- oder formelbasiert, ob OTC- oder börsenindiziert spielt dabei keine Rolle. Der Marktzugang ist durch einen einzigen Versorger kontrolliert, der die Preise letztlich bestimmt - und nicht gezwungen ist, die günstigsten am Markt verfügbaren Preise an den Kunden weiterzugeben. „Sobald Unternehmen die Energie nicht selbst beschaffen, ist das ein klassischer Einzelhandel mit einem lediglich indizierten Preis“, erläutert Trares.
 
Gegen Versorgerpleiten absichern
 
Ein weiterer Vorteil: Wer versorgerunabhängig direkt im Großhandel einkauft, sichert sich gegen Versorgerpleiten ab, denn die Energie gehört dem Unternehmen selbst und nicht dem Versorger, der das Bilanzkreismanagement übernimmt.
 
Bereits im vergangenen Jahr - lange vor Corona - meldeten zahlreiche Energieversorger Insolvenz an. „Der Trend wird sich vermutlich durch die aktuell erschwerte Lage verschärfen“, so Trares. Die ersten Energiekonzerne kündigten wegen der Coronapandemie bereits Kurzarbeit an. Problematisch für Betroffene: „Die Verträge laufen zunächst auch nach der Ankündigung einer Insolvenz weiter. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es in der Regel nicht.“ Zudem ist die Versorgungssicherheit gefährdet, falls der Bilanzkreis des Versorgers geschlossen wird. Unternehmen haben keinen Anspruch auf Ersatzversorgung oberhalb der Niederspannungsebene bzw. des Niederdrucknetzes. Für ein energieintensives Unternehmen kann das den kompletten Verlust der Energielieferungen bedeuten.

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