Anzeige

+++ News +++ Förderung der Windenergie
Klimaprogramm ermöglicht weiteren Ausbau der Windenergie in Sachsen

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) begrüßt das veröffentlichte Energie- und Klimaprogramm (EKP) der sächsischen Landesregierung. Demnach sollen in Sachsen bis 2024 etwa 160 bis 200 neue Windenergieanlagen errichtet werden. Damit das möglich wird, müssen bürokratische Hürden für neue Genehmigungen schnell abgebaut werden.

(Bild: Massimo Cavallo/stock.adobe.com)

Sachsen will auf klimafreundliche Energieerzeugung umsteigen, dieses Ziel aus dem Koalitionsvertrag hat das Land mit dem EKP noch einmal bekräftigt“, urteilt Prof. Martin Maslaton, Fachanwalt für Energierecht und Landesvorsitzender des BWE in Sachsen. Das EKP nennt nun konkret, welchen Beitrag dabei die Windenergie leisten soll: Im Jahr 2024 sollen 4.400 GWh Strom aus Windenergie erzeugt werden, das ist knapp doppelt so viel wie noch 2019.

„Die Windbranche kann diesen Zubau leisten, wenn dafür die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen werden“, so Maslaton weiter. In den vergangenen Jahren ist der Ausbau der Windenergie in Sachsen komplett zum Erliegen gekommen. Grund ist, dass in den veralteten Regionalplänen kaum Flächen für Windenergie ausgewiesen sind, Genehmigungen für neue Anlagen deswegen scheitern.

Anlagen dort errichten, wo Schutzvorgaben für Mensch und Natur eingehalten werden
Ein konkreter Vorschlag, wie auf geeigneten Flächen trotzdem Windenergieanlagen gebaut werden können, wäre unter anderem das sogenannte Zielabweichungsverfahren: „Es gibt in Sachsen ausreichend Flächen, auf denen wir Windenergieanlagen errichten können und dabei die Schutzvorgaben für Mensch und Natur einhalten“, erklärt Maslaton. „Auf diesen Flächen muss Windplanung möglich sein, auch wenn sie derzeit noch nicht in den Regionalplänen ausgewiesen sind. Aus dem einfachen Grund, weil wir davon ausgehen müssen, dass bei der Aktualisierung der Regionalplanung nach dem neuen EKP diese Flächen auch berücksichtigt werden.“

„In anderen Bundesländern ist das bereits bewährte Praxis. Dort wird den zuständigen Mittelbehörden – in Sachsen wäre das konkret die Landesdirektion Dresden – verbindlich mitgeteilt, dass diese die Zielabweichungsverfahren bereits vor der Fortsetzung des Planungsprozesses in der Regionalplanung im Einvernehmen mit den regionalen Planungsverbänden regelmäßig positiv verbescheiden sollen, um die Ausbauziele des EKP zu ermöglichen. Dieses Instrument kann sofort genutzt werden, um Raum bereitzustellen“, so Maslaton weiter.

Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen sind sehr langwierig und aufwändig. Allein die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz dauert in der Regel mindestens 1,5 Jahre, häufig länger. Danach muss ein Projekt an einer Ausschreibung teilnehmen und gebaut werden, das dauert ein weiteres Jahr. Projekte, bei denen die Planung heute beginnt, können also frühestens Anfang 2024 ans Netz gehen. Aktuell gibt es in Sachsen gerade einmal Genehmigungen für 18 Windenergieanlagen.

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

+++ News +++ KI-unterstützte Leitstellen und Lagemanagement der Zukunft Apheris startet mit Arbeiten für Gaia-X-Projekt „SPELL“

Das Berliner Unternehmen Apheris AI GmbH ist Partner des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Gaia-X Forschungsprojekts „SPELL“ (Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen...

Weiter lesen

+++ News +++ Energiewende + Messetermine Ende des fossilen Zeitalters jetzt einleiten

Es ist das erste Mal, dass die International Energieagentur (IEA) in ihrem aktuellen Bericht „Net Zero by 2050“ die Energiewende mit solcher Vehemenz fordert.

Weiter lesen

+++ News +++ Analyse zu smarten Internet-of-Things-Geräten 25 % der Deutschen nutzt smarte Haushaltsgeräte

Bereits ein Viertel der Deutschen nutzt smarte Internet-of-Things-Geräte (IoT).

Weiter lesen

+++ News +++ Zukunftsweisende Projekte und Produkte für die Energiewirtschaft The smarter E AWARD 2021

Die Gewinner und ihre Innovationen werden in einer digitalen Zeremonie im Rahmen der The smarter E Industry Days vom 21. bis 23. Juli 2021 dem Markt und dem internationalen Fachpublikum präsentiert.

Weiter lesen

Auch in diesem Jahr stellen EUROSOLAR und die EnergieAgentur.NRW die raffiniertesten Projekte aus dem Bereich erneuerbare Energien ins Rampenlicht.

Weiter lesen
Anzeige