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Chancen für deutsche Handwerksbetriebe in Frankreich

Frankreich will mit seinem strengen Entsendungsgesetz Lohndumping verhindern. Die Leistungen qualitätsorientierter Handwerksbetriebe aus den grenznahen deutschen Regionen bleiben aber trotz aktueller Corona-Regelungen sehr gefragt.

Chancen für deutsche Handwerksbetriebe in Frankreich

Bild: Alexas_Fotos/pixabay.com

Kleine Betriebe stützen sich auf einfache Dienstleistungen, um mit den hohen bürokratischen Hürden im Nachbarland zurechtzukommen.Das größte Hindernis für Handwerker bei der Annahme von Aufträgen ist ein ganz anderes: das französische Entsendungsgesetz. Seine strengen Regelungen sollen die sozialstaatlichen Regelungen wie die 35-Stunden-Woche schützen und Lohndumping verhindern. Die Billig-Konkurrenz, vor allem aus Osteuropa, spüren nicht nur die französischen Handwerksbetriebe, sondern auch ihre deutschen Kollegen.

Für die SIPSI, wie die Deklaration an das französische Arbeitsministerium abgekürzt wird, sind umfangreiche Dokumente fällig: Informationen zur Baustelle, Angaben zur Geschäftsführung und zur Laufzeit des Projekts, die zu leistenden Wochenstunde - und dazu eine lückenlose Liste der Mitarbeiter mit Namen, Adresse, Geburtsdatum und Stundensatz.

Die Nichteinhaltung der Vorschriften ist mit Strafen verbunden. So wird etwa bei einer nicht gemeldeten Entsendung ein Betrag von 4.000 Euro pro Mitarbeiter jeweils für den Entsender wie den Empfänger fällig. Zentral ist die sogenannte Bescheinigung A1: Fehlt sie, kommen weitere 3.428 Euro Buße hinzu.

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