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Elektromobilität: VW und Škoda mit neuer Technik
Batteriezellforschung bei VW, Škoda will Tesla überholen

Im Motorenwerk in Salzgitter steigt Volkswagen in die Batteriezellenforschung ein. VW-Tochter Škoda präsentiert in Shanghai mit dem Vision E ein elektrisches SUV Coupé mit 600 Kilometern Reichweite.

VW-Logo am Auto

VW schnürt „Zukunftspaket"

Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Autokonzerne müssen am Ball bleiben, um nicht den Anschluss zu verlieren. Bisher hat Tesla die Nase vorn. Der amerikanische Konzern konnte im ersten Quartal 2017 den Absatz seiner Elektroautos um 69 Prozent steigern. Die Tesla-Aktie befindet sich im Höhenflug und stieg 2017 bereits um mehr als 30 Prozent.

Doch in Deutschland wird beharrlich an der Verbesserung der E-Autos geforscht. Der Volkswagenkonzern steigt neusten Berichten zufolge in die Batteriezellforschung ein. Batterien gelten als das Herz aller alternativen Antriebe. Im Motorenwerk Salzgitter habe man das „Zukunftspaket“ geschnürt und erste Mitarbeiter wurden bereits eingestellt.

Reaktion auf Diesel-Skandal

Betriebsratschef Osterloh äußerte gegenüber der DPA zum neuen Projekt: „Wir gehen davon aus, dass die Batterie in Zukunft 40 Prozent der Wertschöpfung eines Autos ausmacht. Die Frage ist, ob wir uns dabei komplett von Herstellern aus Asien abhängig machen wollen. Ich sage: Als Gewerkschaften und Betriebsräte wollen wir dies auf gar keinen Fall.“

VW hatte als Reaktion auf den Diesel-Skandal angekündigt, die Elektromobilität massiv auszubauen. Mit dem „Zukunftspaket“ will man die Ertragskraft seiner Kernmarke steigern, digitale Angebote und neue Dienstleistungen erweitern. Ist die Serienherstellung von Batteriezellen in Salzgitter wirtschaftlich tragbar, erwägt man bei Volkswagen die Massenproduktion. Damit will VW die Herstellung dieser wichtigen Komponente für Elektroautos aus Asien nach Deutschland holen.

Škoda präsentiert den Vision E

Die tschechische VW-Tochter Škoda zeigt auf der Shanghai Auto Show mit dem Vision E ein Konzept für ein elektrisches SUV Coupé, das Berichten zufolge eine maximale Reichweite von 600 Kilometern besitzen soll und würde damit die bisherigen Tesla-Modelle in den Schatten stellen. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und einer Systemleistung beider E-Motoren von 225 kW soll das SUV Coupé seine Passagiere immerhin noch 500 Kilometer weit fahren.

Der Vision E erinnert optisch an den Škoda Kodiaq, der eigentlich für den chinesischen Markt vorgesehen war. Škoda erwägt nun, ihn doch in Europa anzubieten. Beim tschechischen Autobauer rechnet man sich mit dem SUV Coupé gegenüber dem BMW X6 und dem Mercedes CLC Coupé größere Marktchancen aus.

Elektrisch und autonom

Das neue Modell Vision E fährt nicht nur elektrisch, sondern auch autonom auf Level 3. Es reagiert bei Bedarf selbsttätig im Stau und kann per Autopilot Strecken auf Autobahnen zurücklegen. Der Wagen kann außerdem die Spur halten oder ausweichen, Überholvorgänge durchführen, selbständig freie Parkplätze suchen und alleine ein- und ausparken. Unterschiedliche Sensoren und Kameras überwachen dabei das Verkehrsgeschehen.

Bis zum Jahr 2025 will Škoda insgesamt fünf rein elektrisch angetriebene Modelle in verschiedenen Segmenten anbieten. 2019 kommt mit dem Superb ein Škoda mit Plug-in-Hybrid-Antrieb auf den Markt. Im Jahr 2020 soll mit dem Octavia das erste rein elektrische Modell folgen, das durch eine skalierbare Batterie unterschiedliche Batterieleistungen für verschiedene Geldbeutel bietet.

Foto rechts: Der Škoda Vision E (Bild: Škoda)

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