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US-Präsident Donald Trump
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Trump gegen Deutschland

Tesla storniert 100-Millionen-Euro-Auftrag in Deutschland

30.01.2017

Der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla hat einen Großauftrag beim deutschen Zulieferer SHW gekündigt.

Technische Mängel Grund für Annullierung

Begründet wurde die Entscheidung mit technischen Mängeln. Den Auftrag habe man storniert, weil Standards nicht eingehalten worden seien, so die Sprecherin der Europa-Abteilung von Tesla.

Konzern bestreitet Verbindung zu Donald Trump

Behauptungen, der kalifornische Konzern habe auf politischen Druck des neuen US-Präsidenten Donald Trump hin gehandelt, bezeichnete sie als utopisch. Medien brachten den Rückzieher mit einem unmittelbar zuvor erfolgten Treffen des Tesla-Chefs Elon Musk mit Trump in Verbindung. Der stellt unter dem Motto „America First“ die Stärkung der US-Industrie in den Mittelpunkt seiner Wirtschaftspolitik. Vor allem die Autoindustrie drängt den Präsidenten, künftig mehr in den USA zu produzieren, um Arbeitsplätze zu schaffen. Tesla-Chef Musk gehörte zu etwa einem Dutzend Konzernchefs, die Trump am vergangenen Montag zu Beratungen über die US-Industrie ins Weiße Haus gebeten hatte.

SHW weist Vorwürfe zurück

Die schwäbische SHW AG bestätigte vergangene Woche, dass der E-Autohersteller einen 100-Millionen-Euro-Auftrag annulliert habe. Das Unternehmen aus Aalen ließ jedoch offen, um welchen Geschäftspartner es sich dabei handelt. Die umgehenden Spekulationen, dass es sich dabei um Tesla handelt, wurden von der Tesla-Sprecherin schließlich bestätigt. Im ersten Halbjahr 2017 sollte die Serienproduktion der bestellten Achsgetriebepumpen starten. SHW weist die Vorwürfe zurück, die Pumpen entsprächen nicht den technischen Anforderungen des Tesla-Modells, in das sie eingebaut werden sollten. Das Unternehmen prüft nun Schadensersatzansprüche.


Autor
Name: Antje Schubert