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Innungen und Verbände | Veranstaltung | Elektrotechnik

Verbandstage des LIV Rheinland-Pfalz - Internet-Projekt als neue Dienstleistung für die LIV-Mitglieder

ep8/1999, 1 Seite

Vom 16. bis 18. Juni fanden die Verbandstage des LIV Rheinland-Pfalz in Birkenfeld statt. Die Delegierten zogen nicht nur ein Resümee, sondern diskutierten erfolgreiche Wege zu neuen Märkten, wie den E-Check, das Facility Management, eine bundesweite Notrufnummer und ein Internet-Projekt als neue Dienstleistung des LIV für die Mitgliedsbetriebe.


E-Check Nach wie vor bietet der E-Check den Innungsbetrieben ein erhebliches Potential. Insbesondere der E-Check für das Gewerbe führt dazu, daß die bisherige Marketingkonzeption auf eine neue qualitativ höherwertige Stufe gehoben wird. Nun wird auch der Markt der gewerblichen sicherheitstechnischen Überprüfungen für die Innungsfachbetriebe exklusiv erschlossen. Darüber hinaus wies Th. Klisa (Bild ) darauf hin, daß durch den E-Check Elektromaschinenbau und den E-Check Informationstechnik neue Märkte für die Fachbetriebe erschlossen sind. Facility Management Auf Initiative des Elektroverbandes hat sich über die Handwerksfachverbände ein Verein für das Facility Management gegründet. Mitglieder sind die Verbände des Elektro-, Sanitär-Heizung-Klima-, Schreiner-, Gebäudereiniger-Handwerks sowie die Handwerkskammer Rheinhessen. Ziel ist eine professionell geführte Gesellschaft, die ausschließlich Innungsbetriebe in die Lage versetzt, im Markt des Facility Management mitzuwirken - Gebäudeerrichtung, -unterhaltung und -entsorgung. Vorsitz und Geschäftsführung werden durch den LIV der elektrotechnischen Handwerke Rheinland-Pfalz wahrgenommen. Bundeseinheitliche Notrufnummer Erfreut berichtete Landesinnungsmeister D. Witsch (Bild ) über die von der Innung Mainz angestoßene Initiative der bundeseinheitlichen Notrufnummer. Ziel ist es, neben den bereits bekannten Notrufnummern der Polizei und der Feuerwehr, bundesweit eine einheitliche Notrufnummer für den Elektro-Innungs-Notdienst zu entwerfen. Es ist dringender denn je notwendig, daß Innung und Verband als schützendes Dach, gewissermaßen als Kooperationsbörse der Elektrofachbetriebe, genutzt werden. Ein Innungsnotdienst bietet hierfür die besten Ansätze. Über ein professionelles Call-Center wird der Innungsnotdienst informiert, der dann direkt dem Anrufer seine Dienstleistung anbietet. LIV- Internetauftritt Ein Highlight war die Präsentation des LIV-Internetauftritts „Marktplatz des Elektrohandwerks im Internet“. Gedacht ist nicht nur an die Präsentation des LIV, Ziel ist auch, den Mitgliedsinnungen/-unternehmen eine Präsentation zu ermöglichen und das Internet als Kooperationsbörse zu nutzen. Zum einen kann der interessierte Kunde unter den annähernd 1.500 Mitgliedsunternehmen seinen kompetenten Fachbetrieb finden. Hierzu wird eine Datenbank erarbeitet, in der sich die Mitgliedsunternehmen mit ihren Schwerpunkttätigkeiten darstellen können. Andererseits soll das Internetprojekt den Mitgliedsunternehmen die Gelegenheit bieten, für spezielle elektrotechnische Dienstleistungen, die dieser selbst nicht abdecken kann, einen entsprechend kompetenten Kollegenbetrieb zu suchen. Weiter ist angedacht, eine Arbeitnehmerüberlassungs- und Werkzeugbörse einzurichten. Vorträge Die Fa. Dehn referierte zum Überspannungsschutz und zeigte, daß auch hier für das Elektroinstallateurhandwerk neue Märkte gegeben sind. Diese gelte es, verstärkt zu bewerben (s. a. Seite 675). Das Unternehmen ABB referierte zur Drehzahlregelung für Drehstrommotoren mit Frequenzumrichtern und gab eine Übersicht über deren Leistungsbereich sowie die Wirkungsweise von Frequenzumrichtern. Landesfachgruppen Nach seinen wie immer sehr informativen Ausführungen zu aktuellen Problemen stellte der Vorsitzende der LFG Elektroinstallation, G. Schimmelfennig, das Schulungskonzept des E-Checks „Gewerbe“ inhaltlich vor und zeigte an Beispielen, was bei der Prüfung zu beachten ist. H.-A. Becker, LFG „Fernmeldeanlagenelektronik“ erläuterte Perspektiven für das kostengünstige Telefonieren - „Call by Call“ sowie „Direkter Zugang zum Mobilfunknetz“ und „Least cost routing“. Für jede abgehende Verbindung stellt das Kommunikationssystem automatisch den kostengünstigsten Weg ein. Anhand von Softwaretabellen errechnet das Kommunikationssystem für jedes Telefonat, welcher Netzbetreiber für die betreffende Entfernung und zu der jeweiligen Uhrzeit die günstigste Verbindung anbietet. Die vielfältigen Chancen im Telekommunikationsbereich gilt es durch die Handwerksbetriebe zu nutzen. Die Sitzung der LFG Informationstechnik unter Vorsitz von D. Bork war beherrscht von der Zusammenlegung des Radio- und Fernsehtechnikerhandwerks mit dem Büroinformationselektroniker. Nachdem es auf Landesebene hierzu keine befriedigende Lösung gab, wurde beschlossen, die Fachbetriebe noch stärker an den Verband zu binden - insbesondere über den E-Check für Informationstechnik und die geschützte Marke des Fachbetriebs für Informationstechnik. Wirtschaftliche Situation Die jährliche Umfrage des Landesinnungsverbands ergab ein wenig zufriedenstellendes Bild. 40 % der Befragten schätzen die Situation als befriedigend ein, 16 % als gut, allerdings über 45 % als schlecht. Auch die Vorschau auf die nächsten sechs Monate verspricht keine wesentliche Besserung: 10 % besser, 52 % gleichbleibend, aber immerhin 38,5 % erwarteten eine Verschlechterung. Hauptursache für diese gegenwärtig nachdenklich stimmenden Zahlen ist, daß der Wettbewerb nicht mehr über die Leistung, sondern fast ausschießlich über den Preis stattfinde. Das habe zur Folge, daß die Betriebe nicht mehr in der Lage sind, die notwendige Rendite zu erwirtschaften. Weitere Ursachen: · kränkelnde Bauwirtschaft · Belastung der Betriebe mit Steuern, statt Entlastung · eine fast katastrophale Wirtschaftspolitik auf Bundesebene. Eine klar strukturierte Steuerpolitik, so D. Witsch, würde mehr Geld in die Kassen der öffentlichen Hand bringen, das Investitionsklima verbessern und auch zu mehr Investitionsbereitschaft privater Auftraggeber führen. Qualitätsmanagement In Kooperation mit dem Unternehmen ABB-Stotz-Kontakt bietet der LIV Mitgliedsunternehmen Hinführung und Zertifizierung zu einem äußerst günstigen Preis von 10 TDM an. Außerdem besteht die Möglichkeit der Bezuschussung durch das Wirtschaftsministerium. Th. Klisa Elektropraktiker, Berlin 53 (1999) 8 685 Branche aktuell Verbandstage des LIV Rheinland-Pfalz Internet-Projekt als neue Dienstleistung für die LIV-Mitglieder Vom 16. bis 18. Juni fanden die Verbandstage des LIV Rheinland-Pfalz in Birkenfeld statt. Die Delegierten zogen nicht nur ein Resümee, sondern diskutierten erfolgreiche Wege zu neuen Märkten, wie den E-Check, das Facility Management, eine bundesweite Notrufnummer und ein Internet-Projekt als neue Dienstleistung des LIV für die Mitgliedsbetriebe. Landesinnungsmeister Dieter Witsch und Geschäftsführer RA Thomas Klisa bedankten sich bei Obermeister Rolf Adam für die Ausrichtung der Verbandstage im Kreis Birkenfeld (v.l.n.r.)

Autor
  • Th. Klisa
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