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Elektrotechnik
Verbandstage des LIV Sachsen-Anhalt: Miteinander stark für eine gemeinsame Zukunft
ep7/1999, 1 Seite
Wirtschaftliche Situation Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die wirtschaftliche Situation. Entsprechnd einer Umfrage ist auch 1999 eine weitere Verringerung der Auftragsreichweiten zu verzeichnen. 55 % aller Betrieb haben Auftragsreichweiten unter einem Monat, nur 2 % über ein halbes Jahr. Eine Verbesserung der Situation sieht keiner, jedoch 49 % befürchten aufgrund der schwachen Konjunktur und des Leistungsüberangebots, noch weniger Aufträge zu erhalten. Außerdem erschweren ungünstige Rahmenbedingungen und eine sehr schlechte Zahlungsmoral den Betrieben das Leben. Auch die · Liberalisierung der HwO, andere Gewerke können Aufträge übernehmen · Liberalisierung des Strommarktes - EVU dringen in den Markt des E-Handwerks werden negativ eingeschätzt. Um den Kunden bemühen Landesinnungsmeister Ulrich Ehrt (Bild ) fordert in seinen Ausführen dazu auf, sich als starke Gemeinschaft zu sehen. Der Wettbewerb darf nicht über den Preis erfolgen, die angebotene Leistung muß im Vordergrund stehen. Wird diese nicht berücksichtigt, so schadet sich das E-Handwerk selbst. Ebenso wie andere Gewerke ihren Markt erweitern, ist dieses auch für die E-Handwerke möglich. Jeder Betrieb muß sein ganz individuelles Leistungsprofil entwikkeln, um seine eigenen Marktanteile zu vergrößern. Ob dieses über den E-Check, die gemeinsame Übernahme von größeren Aufträgen, Energiemanagement (Contracting) oder eine andere Form erfolgt, ist nicht so entscheidend. Wichtig ist, daß überhaupt etwas unternommen wird. Voraussetzung zum Anbieten neuer Leistungen ist allerdings, daß die hierzu notwendigen Kenntnisse vorhanden sind bzw. erworben werden. Der Besuch von Lehrgängen, Seminaren und Fachtagungen ist dazu unbedingt erforderlich. Eine Möglichkeit hierfür bietet z. B. die Mitteldeutsche Fachtagung Elektro- und Gebäudetechnik in Leipzig (siehe Seite 490). K. Stroisch, Präsident der HwK Halle/Saale, wies in seinem Grußwort darauf hin, daß die Qualität wieder mehr Beachtung finden muß. Fehlende Abnahmeprotokolle oder eine Mängelbeseitigung beim Kunden durch den Lehrling dürfen nicht vorkommen. V. Herz, ZDI, sagte diesbezüglich, um einen Kunden zu behalten, müssen wir uns ihm unentbehrlich machen. Gründung von Elektrogemeinschaften Um dem bar jeder Vernunft zur Zeit am Markt herrschenden ruinösen Wettbewerb zu begegnen, haben die Energieversorgungsunternehmen und das Elektro-Handwerk in Sachsen-Anhalt beschlossen „Elektrogemeinschaften“ zu gründen. Das Ziel besteht vorrangig darin, den Endkunden darüber zu informieren, welche Möglichkeiten und Vorteile ihm die Elektrotechnik bietet. Immernoch beträgt der Anteil der Elektrotechnik an den Baukosten nur 5 %, obwohl sich das Angebotsspektrum wesentlich erweiterte - Gebäudeautomation, Sicherheits-und Alarmeinrichtungen usw. Durch gezielte Maßnahmen gilt es, gemeinsam bei den Kunden einen entsprechenden Bedarf zu wecken um den Markt auszudehnen. Die EVU wollen dem E-Handwerk partnerschaftlich zur Seite stehen (Beratung, Schulung, Planung). E-Check Ergebnis einer kontroversen Diskussion war, nur diejenigen Betriebe dürfen den E-Check anbieten, die sich durch den Seminarbesuch die notwendigen Kenntnisse angeeignet haben. Grund hierfür ist, der E-Check darf nicht durch mangelhafte Qualität bei den Kunden in Mißkredit gebracht werden. LIV im Internet Seit April diesen Jahres ist der LIV unter der Adresse www.eh-sachsen-anhalt.de im Internet. Aufgeführt sind alle 31 Innungen. Hier können sich die einzelnen Mitglieder per elektronischer Visitenkarte vorstellen (Preis. 50,- bzw. 100 ,- DM, je nach bereitgestelltem Datenmaterial). Angeboten werden weiterhin Hintergrundinformationen zum E-Check, wichtige Internetadressen, Leistungen der GESA sowie interne Mitglieder-Informationen. H. Elster Elektropraktiker, Berlin 53 (1999) 7 600 Branche aktuell Verbandstage des LIV Sachsen-Anhalt Miteinander stark für eine gemeinsame Zukunft Unter diesem Leitspruch führte der Landesinnungsverband Sachsen-Anhalt am 7./8. Mai seinen 6. Verbandstag in Freyburg durch. Gemeinsam gilt es alte Geschäftsfelder zu erhalten und neue zu erschließen. Es ist höchste Zeit, sich den sich ändernden Marktbedingungen anzupassen - für jedes Innungsmitglied. Gegen das Eindringen der EVU in den Markt des Handwerks helfen keine gemeinsamen Erklärungen, so Ulrich Ehrt, Landesinnungsmeister. Er riet den Innungsmitgliedern: „Sprechen Sie mit Ihrem EVU, Gespräche helfen.“ Als Festrednerin hatte der LIV die Bundestagsabgeordnete Frau Cornelia Pieper (FDP) gewonnen. Ihre Ausführungen zeigten, daß sie die Probleme des Handwerks kennt - hohe Lohnnebenkosten usw. Das ständige Gespräch mit Politikern ist trotzdem notwendig, um bessere Rahmenbedingungen durchzusetzen. Auszeichnungen: Hans-Jürgen Thalmann - Mitte (Ehrenurkunde des LIV),sowie die besten Lehrlinge des Jahres 1999 mit ihren Ausbildern Jörg Tautenhahn (Fa. Tautenhahn), Steffen Koch (Fa. Siggel) - rechts
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Autor
- H. Elster
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