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Elektrotechnik | Messen und Prüfen

Prüfung des Spannungsfalls

ep3/2009, 4 Seiten

Im Zusammenhang mit der neuen DIN VDE 0100-600 habe ich speziell zur Prüfung des Spannungsfalls folgende Fragen: Wie ist der Spannungsfall zu bestimmen? Der Wert von 4 % bezieht sich vermutlich auf die Strecke vom Hausübergabepunkt bis zum Verbraucher. Es sind als Teilabschnitte Hausanschluss/Hauptverteiler, Hauptverteiler/Unterverteiler sowie auch Unterverteiler/Verbraucher denkbar. Da die Stromstärken in den einzelnen Abschnitten im Regelfall nicht bekannt sind und nur mehr oder weniger geschönt geschätzt werden können, stellt sich die Frage, welche Stromstärken bei Endstromkreisen mit Steckdosen einzusetzen sind. Bei einem Nennstrom von 16 A des Überstromschutzorgans sind kurzzeitige Belastungen (z. B. 15 Minuten) über 16 A denkbar (z. B. bei Kaffeemaschine 2 kW und Staubsauger 2 kW), ohne dass das Überstromschutzorgan anspricht. Bei einer Erstprüfung ist vielfach auch nicht bekannt, wie der Stromkreis mit Steckdosen später belastet wird bzw. die Teilstrecken zum Hausanschluss belastet sind. Wie ist vorzugehen – sind die Nennstromstärken der Vorsicherungen der einzelnen Teilstrecken in die Berechnung einzusetzen bzw. sind entsprechende Gleichzeitigkeitsfaktoren zu berücksichtigen? Die Messung der Impedanz des Stromkreises wird nicht weiterhelfen, da die Netzimpedanz des vorgelagerten Netzes zu berücksichtigen ist und die Strombelastung der einzelnen Teilabschnitte zur Bewertung des Spannungsfalls bekannt sein müssen.


   

Autor
  • W. Hörmann
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