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Elektrotechnik | Motoren und Antriebe

Leiterfarben bei Maschinen

ep5/2010, 2 Seiten

In einer Maschine, die uns ein externes Unternehmen geliefert hat, sind direkte Außenleiter (d. h. direkte abgesicherte Abgriffe vom L1/L2/L3-Außenleiterschienensystem) mit Verdrahtungsleitungen in der Farbe Rot ausgeführt. Dies haben wir bemängelt, da wir die Außenleiter in der Farbe Schwarz ausgeführt haben wollten, was auch korrigiert wurde. Bei zwei Strompfaden erwies sich die Korrektur als technisch und zeitlich sehr aufwändig, denn hier hätten in der Maschine einige Kabelbundwickelschläuche abgewickelt, die zwei roten Verdrahtungsleitungen gegen schwarze ausgetauscht und die Kabelbunde wieder neu umwickelt werden müssen. Diesen Aufwand betrieb das externe Unternehmen nicht. Es wurden lediglich die Verdrahtungsleitungen an den zugänglichen Stellen, ab dem Punkt, an dem diese aus den Kabelbundwickelschläuchen austreten, mit schwarzem Schrumpfschlauch überzogen. Im Wickelschlauch selbst sind diese Kabeladern aber weiterhin Rot. Ist diese Art der Ausführung akzeptabel und zulässig oder wird damit gegen eine Norm verstoßen?




  • mittels einer durchgehend farblich gekennzeichneten Isolierung oder
  • durch in regelmäßigen Abständen und an den Enden und an zugänglichen Stellen angebrachte Farbmarkierungen.


  •  Schwarz für Hauptstromkreise für Wechselund Gleichstrom;
  •  Rot für Steuerstromkreise für Wechselstrom;
  •  Blau für Steuerstromkreise für Gleichstrom;
  • Orange für ausgenommene Stromkreise, die nicht von der Netztrenneinrichtung abgeschaltet werden.

Fazit.

Literatur

DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1):2007-06 Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung von Maschinen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen.


Autor
  • W. Baade
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