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Elektrotechnik | Wartung und Instandhaltung

Instandhaltungsarbeiten an elektrischen Anlagen

ep10/2008, 3 Seiten

Was ist unter Instandhaltungsarbeiten an einer Elektroanlage zu verstehen? Ich verstehe darunter die Aufrechterhaltung des vorgesehenen Betriebszustandes, also z. B. Austausch von Sicherungseinsätzen, Leuchtmitteln, Startern und allenfalls noch den Austausch einer defekten Steckdosenabdeckung – keinesfalls aber den Austausch von Betriebsmitteln (Leuchten, Steckdoseneinsätze usw.). Genormt ist Instandhaltung wohl durch die DIN 31051. Konkret beziehe ich mich auf die Leseranfrage „Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen in Fremdunternehmen“ im ep 2/2008, in der die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) zitiert wurde. Nach der NAV dürfen Arbeiten hinter der Messeinrichtung in der Verbraucheranlage auch von einem nicht in das Installateurverzeichnis eingetragenen Betrieb verrichtet werden. Liege ich richtig, wenn ich diese Forderung wie folgt auslege? Einer Privatperson ist es laut NAV untersagt, an der eigenen privaten elektrischen Anlage Arbeiten durchzuführen, die über Instandhaltung hinausgehen (z. B. Erweiterungen, Betriebsmitteltausch), auch wenn die Privatperson selbst Elektrofachkraft ist, die jedoch nicht persönlich bei dem Energieversorger eingetragen wurde. Scharf am Gesetzestext ausgelegt würde dies bedeuten, dass die beschriebene Elektrofachkraft für alle über die Instandhaltung hinausgehenden Arbeiten im Privatbereich einen eingetragenen Betrieb beauftragen müsste.


   

Autor
  • H.-H. Egyptien
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