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Elektrotechnik | Brand- und Explosionsschutz

Ex-Erfordernis bei Kleinkläranlagen

ep8/2006, 2 Seiten

Bei der Wartung von Kleinkläranlagen (KKA) sind mir als Elektro- und Abwassermeister Anlagen aufgefallen, deren Errichter die VDE-Bestimmungen sehr locker interpretiert haben. So zeigte eine etwa zwei Jahre alte Anlage für ein Wohnhaus erhebliche Mängel. Es handelt sich um eine abwasserbelüftete KKA gemäß DIN 4261-2. Beide zylindrischen Schächte – Vorklärung und nachgeschaltete Tropfkörper-Biologie – hatten innen einen weißen Belag, vermutlich als Folge unzureichender Belüftung. Die vorgefundene Installation im Biologie-Schacht wies starke Korrosion an den verzinkten Stahlrohren auf, ebenso an den Klemmen in einer Abzweigdose IP 54. Es fehlte der Potentialausgleich und eine der beiden über Schwimmerschalter gesteuerten Pumpen lief ständig trocken. Fabrikat und Schutzart – ob Ex oder nicht – sind mir nicht bekannt. Meine Fragen dazu sind: • Sind Kleinkläranlagen explosionsgefährdete Bereiche? • Welchen Schutzgrad müssen die Pumpen aufweisen? • Muss ein Potentialausgleich gemäß DIN VDE 0100-410, 0100-540 und DIN 18 015-1 vorhanden sein? • Welche Bedingungen sind an KKA mit anderen Technologien zu stellen, z. B. Anlagen mit Festbett oder SBR-Anlagen? • Kann ich nach Wartung von Elektroanlagen für KKA im Schadenfall verantwortlich gemacht werden? • Ist mein Vorgesetzter haftbar, wenn er mir Arbeiten an einer solchen Elektroanlage anweist?


   

Autor
  • J. Pester
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