Fortbildung
Elkonet - Kooperativer Studiengang Elektrotechnik
ep8/2010, 1 Seite
FORTBILDUNG Kooperativer Studiengang Elektrotechnik Mit dem kooperativen Studiengang Elektrotechnik unterstützt das Elektrobildungs- und Technologiezentrum (EBZ) Dresden als Mitglied im Elkonet-Netzwerk vor allem klein- und mittelständische Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Fach- und Führungskräfte. Diese kooperativ-duale Praxis-Studienform vereint praktische Berufsausbildung im Unternehmen sowie im EBZ und Studium mit Hochschulabschluss an der Hochschule Zittau/ Görlitz in nur 4,5 Jahren Ausbildungs-und Studienzeit (vgl. Tafel ). Betriebserfahrene Fach- und Führungskräfte werden zielgerichtet ausgebildet und so enger an das Unternehmen und die jeweilige Region gebunden. Zusatzqualifikationen, ein geplanter Auslandsaufenthalt sowie die Zahlung von Ausbildungsvergütung und Zuschüssen erhöhen die Attraktivität des Angebots. So unterstützt die sächsische Staatsregierung die betreffenden Unternehmen und übernimmt die Kosten für Koordination, Lehrgänge, Betreuung und Begleitung des EBZ. Demgegenüber tragen die ausbildenden Unternehmen auf Basis von Ausbildungs- und Förderverträgen die Ausbildungsvergütung und Zuschüsse für ihre „Praxisstudenten“. In der Praxis angekommen Meinungen. Das ist aber nur ein Aspekt, meint Roland Pohnert, geschäftsführender Gesellschafter der Elektro Dresden-West Gesellschaft für Elektrotechnik (EDW) - aktuelle Ausbildungsthemen, wie z. B. die erneuerbaren Energien, sowie ein deutlich engerer Praxisbezug sind die wesentlichen Vorteile für ihn. Die Absolventen können gegenüber den „nur im Hörsaal und Labor geschulten Studenten“ berufliche und betriebliche Erfahrungen schon in der Studienzeit sammeln und so Praxis und Hochschultheorie verknüpfen. Berufsabschluss, fachbezogene Berufserfahrung und die frühe Kenntnis der Betriebsspezifik sind nicht zu unterschätzende Vorteile für alle Beteiligten, meint auch Jens Köster vom EBZ Dresden, der für EDW und andere Unternehmen den „Kooperativen Studiengang“ zum „Bachelor of Engineering“ in der Fachrichtung Elektrotechnik (kurz: KSB) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz betreut. Max Wetzig aus Flöha war sich nicht gleich sicher, ob dieses Studium etwas für ihn ist. Doch die Beratung des EBZ, deren Vermittlung an EDW sowie das dort absolvierte Praktikum haben ihn überzeugt. Nach 7 Monaten in der ersten Ausbildungs- und Studiengruppe des KSB, gestartet im Herbst 2009, weiß er: „Studium und Ausbildung sind anstrengend, machen aber mit dem Praxisbezug in den Lehrgangsprojekten und im Unternehmen sowie mit der überschaubaren Studiengruppe auch Spaß. Man lernt zunehmend in anderen anwendungsbezogenen Zusammenhängen.“ Abschluss. Grundstudium und Berufsausbildung dauern 2,5 Jahre und enden mit der Kammerprüfung zum Elektroniker. Danach folgt das Fachstudium und der Ingenieurabschluss. Der Wechsel zwischen Betrieb, EBZ und Hochschule ist obligatorisch, er erfolgt planmäßig und inhaltlich abgestimmt. EDW will nochmals zwei Studenten zum Ausbildungsstart 2010 aufnehmen - so sehr ist man von den Vorzügen dieser Studienform überzeugt. Bewerbungen sind noch möglich und weitere Unternehmen willkommen. Seitdem man in der Elektrobranche weiß, dass es auch für die fachliche Weiterbildung berufsbegleitende Studien-und Qualifizierungsformen durch das EBZ gibt, nehmen die Unternehmen zunehmend diese Bildungsangebote für ihre Fachkräfte und Techniker/Meister wahr. Sie sehen darin perspektivisch eine gute Möglichkeit zur Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung. „Wir brauchen praxis-und betriebserfahrene Fachleute, die sich auch praxisbezogen qualifizieren und weiterentwickeln können und wollen“, so Pohnert. „Bachelor of Engineering“ Dieser berufsbegleitende Fernstudiengang ermöglicht es Fachkräften, Meistern und Technikern entsprechender Fachrichtungen, in nur 3,5 Jahren (Tafel ) neben der Berufsausübung den Ingenieur- und Hochschulabschluss „Bachelor of Engineering“ zu erlangen - und dies auch ohne die sonst geforderte Hochschulreife. Die Vorqualifikation wird dabei zeitlich und inhaltlich für das Studium anerkannt. Entsprechende anwendungsbreite Kenntnisse sind in einer zweistündigen schriftlichen Anerkennungsprüfung nachzuweisen. Neben dem Selbststudium gehören obligatorisch Präsenzphasen zum Studium - etwa 8 pro Semester. Die Lehrveranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz überwiegend in Dresden durchgeführt. Nachfrage vorhanden - Tendenz steigend Das stellt auch Jens Köster fest. Der erste Studiengang - gestartet im April 2009 - hat bereits das dritte Semester begonnen und bislang erfolgreich alle 6 Semesterprüfungen der Hochschule bestanden. Der dritte Studiengang wird, da schon Anmeldungen vorliegen, für das Frühjahr 2011 bereits vorbereitet. Der empfohlene und vorgeschaltete Vorbereitungskurs soll deshalb im November 2010 starten. Elektropraktiker, Berlin 64 (2010) 8 692 ELKONET Tafel Studiengänge über das EBZ Dresden Kursbezeichnung Dauer Termin Kooperativer Studiengang Grundstudium + Berufsausbildung August/September 2010 Bachelor - Elektrotechnik (2,5 Jahre) August/September 2011 Fachstudium (2 Jahre) Bewerbungen laufend möglich Berufsbegleitender Fernstudien- Grundstudium (2 Jahre/4 Semester) Einstieg in den laufenden Kurs gang Bachelor of Engineering Fachstudium (1,5 Jahre) noch bis Mitte August 2010 (B. Eng.) - Elektrotechnik/ nächster Start: März/April 2011 Bachelor - Elektrotechnik Vorstudien-/Vorbereitungskurs ab Nov. 2010, Anmeldungen laufend Eröffnung des berufsbegleitenden Fernstudienganges Elektrotechnik/Elektrische Energietechnik Fotos: EBZ INFORMATION Die Bildungsangebote der Aufstiegsfortbildung führt das EBZ künftig unter dem Dach der „Technischen Akademie“ durch. Ansprechpartner: Jens Köster Telefon: 0351 8506-353 E-Mail: j.koester@ebz.de Weitere Informationen: unter www.ebz.de sowie www.elkonet.de
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