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Brand- und Explosionsschutz | Fortbildung

Buchvorstellung

ep4/2007, 2 Seiten

B. Dyrba: "Kompendium Explosionsschutz"


ZEITSCHRIFTEN Solarwärme J.-P. Meyer: Einer für Alles SW & W 31(2007)1, S. 56-65 Der Bericht ist das Ergebnis einer Marktbefragung zu Solarreglern für thermische Solaranlagen, die in der Regel im Verbund mit einer konventionellen Heizungsanlage arbeiten. Im Trend liegen flexible Multifunktionsregler, deren Funktion in vielen Fällen bis zur witterungsgeführten Heizkreisregelung mehrerer Heizkreise reicht. In Tabellenform ist eine Übersicht über Regler für Warmwassersolaranlagen, Regler für die Heizungsunterstützung, Multifunktionsregler und Regler für die Frischwassererwärmung nach Herstellern und mit den wichtigsten technischen Angaben aufgelistet. Die Übersicht umfasst 41 Erzeugnisse von 16 Herstellern. Die Zeiten einfacher Solarregler mit zwei Eingängen für die Messung der Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Speicher und einem Ausgang zum Schalten der Pumpe neigen sich dem Ende zu. Für die komplexen Heizsysteme dienen je nach den Fähigkeiten der Installationsbetriebe vom Hersteller fest vorprogrammierte oder frei programmierbare Regler. Es werden typische Erzeugnisse und mehrere Arbeitsplätze für die qualitätsgerechte Herstellung der Elektronikbausteine abgebildet. Wesentliche bei der Marktbefragung von Fachleuten der Hersteller gegebene Aussagen werden zitiert. Die Eigenschaften einiger Solarregler werden näher erläutert und die Möglichkeiten der neuesten Multifunktionsregler hervorgehoben. Die Entwicklung geht zur einfachen Bedienbarkeit auch über grafische Darstellungen und Menüführung mit grafikfähigen Displays. Eine wesentliche Rolle spielt schon jetzt der Export. Die Hersteller stellen sich darauf mit Einholung ausländischer Zulassungen, Variation von Anschlussspannungen, Piktogrammen, technischen Unterlagen und Displaytexten ein. Der Bericht enthält sowohl Übersichten zu den im Export tätigen Herstellern als auch zu Exportländern und Vertriebsarten. Fehlerschutz G. Biegelmeier: Kriterien für konventionelle Vereinbarungen über vertretbare Risiken beim Schutz gegen schädlichen elektrischen Schlag bei Wechselstrom 50/60 Hz e & i 123(2006)12, S. 571-583 Nach einem Überblick über die klassische Auffassung zum Schutz gegen elektrischen Schlag werden die Berührungsmodelle beim Elektrounfall erörtert, die zum Fehlerschutz durch automatisches Ausschalten führen. Aufbauend auf dem Begriff des vertretbaren Risikos wird es jetzt möglich, für die Nullung beim TN-System und die Schutzerdung beim TT-System wissenschaftlich begründete Ausschaltzeiten anzugeben. Unter Berücksichtigung der historischen Entwicklung und mit Klarstellung der Begriffe Berührungsspannung, Berührungsstrom und „worst case“-Bedingungen schildert der prominente Autor bisher bestehende Mängel und Widersprüche in den Normen für den Schutz gegen elektrischen Schlag in Niederspannungsanlagen, die für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Elektrizitätsanwendung von enormer Bedeutung sind. Er schlägt mit neuesten Erkenntnissen der Elektropathologie und den Möglichkeiten neuer Schutzeinrichtungen wichtige Verbesserungen beim Fehlerschutz durch automatisches Ausschalten in Niederspannungsanlagen vor. Unter Beachtung von „worst case“-Bedingungen und Berührungsmodellen für die Art der Durchströmung lassen sich Berührungsströme berechnen, die dann in Zeit/Strombereiche für vertretbare und nicht vertretbare Risiken eines schädlichen elektrischen Schlages eingetragen werden können. Für die in Europa meist benutzten genullten und schutzgeerdeten Netze 400/ 230 V ergeben sich damit maximale Ausschaltzeiten, die fast mit jenen übereinstimmen, die bei der Revision in IEC 60364-4-41, 5. Ausgabe (Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag), aufgenommen wurden. Für abweichende Betriebsbedingungen gelten ergänzende Hinweise. Mit Auswirkungen auf bisher geltende nationale Normen ist zu rechnen. Der ausführliche und vom Verständnis anspruchsvolle Beitrag gibt Auskunft über viele mit der Thematik zusammenhängende Fragen. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis ist beigefügt. A. Worgitzki BÜCHER Explosionsschutz B. Dyrba: Kompendium Explosionsschutz 4. Ergänzungslieferung, Januar 2007. Köln, Berlin, München: Carl Heymanns Verlag 2005. Loseblattwerk mit CD-Rom. Je Lieferung: ca. 60 Das Nachschlagewerk informiert nicht nur über alles, was im gesetzlichen und regelungsseitigen Vorfeld der Elektronormen wichtig ist. Ebenso beantwortet es eine Vielzahl aktueller Fragen grundsätzlicher und spezieller Natur. Was der Betr Sich V als rechtliche Mutter des Explosionsschutzes und anderer Sicherheitsdisziplinen schon umfangshalber verwehrt bleibt, wurde für eines ihrer Sachgebiete mit diesem Kompendium erreicht: eine übersichtliche, nachführende und kommentierende Darstellung der aktuellen Sachverhalte im Explosionsschutz aus der Hand eines mitwirkenden erfahrenen Fachmannes. Neu aufgenommen in die 4. Lieferung wurde der aktuelle Stand der Explosionsschutz-Regeln EX-RL (BGR 104) im Übergang auf die Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), vier neue TRBS mit Ex-Bedeutung (Beurteilung, Prüfung, TRBS-Struktur), dazu drei BG-Informationen zur Gaswarntechnik (BGI 518, 836 und 647) und etwa 50 neue Frage/Antwort-Beiträge. Auf der CD-Rom-Fassung befinden sich zusätzlich die Ex-Grundsatznorm DIN EN 1127-1, die DIN EN 1050 - Leitsätze zur Risikobeurteilung sowie die neue EG-Maschinenrichtlinie. Schwerpunkte in den vorangegangenen Lieferungen waren ebenfalls einige TRBS mit Ex-Bedeutung (Aktualisierung de EX-RL) und die neue TRBS-kompatible Beispielsammlung zur EX-RL, wobei auch noch die Technischen Regeln für brennbare Flüssigkeiten TRbF und die TRGS 300 (Sicherheitstechnik) eingegliedert worden sind. Seitdem es diese „Sammlung der relevanten Vorschriften zum Explosionsschutz mit Fragen und Antworten für die Praxis“ gibt, FORTBILDUNG Bestell-Hotline für Bücher huss-shop HUSS-MEDIEN Gmb H 10400 Berlin Tel.: 030 42151-325 Fax: 030 42151-468 E-Mail: bestellung@huss-shop.de Internet: www.huss-shop.de EP0407-346-348 21.03.2007 13:11 Uhr Seite 346 haben es Sicherheitsfachkräfte und auch Ex-Elektrofachleute deutlich leichter, sich rundum zu orientieren. J. Pester DIN VDE 0100 G. Kiefer: VDE 0100 richtig angewandt. VDE-Schriftenreihe „Normen verständlich“ Band 106. 3. Auflage. Berlin, Offenbach: VDE-Verlag 2006. 488 Seiten, 28 DIN VDE 0100 ist allein für die Gruppen 100 bis 400 heute ein Normenwerk mit nahezu 400 Seiten im A4-Format, das auf mehr als 30 gültige Normen angewachsen ist. Hinzu kommen ca. 40 Normentwürfe und die in der Gruppe 700 erfassten Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art. Hier den Überblick zu behalten, ist für den verantwortlichen Fachmann problematisch, zumal es angesichts der rasanten technischen Entwicklung nur ein weiteres vorwärts gibt. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem nun in der 3. Auflage vorliegenden Band den Ingenieuren, Technikern, Meistern und Facharbeitern ein anwendungsorientiertes Fachwissen für die Planung, Errichtung und Prüfung zur Verfügung steht. Lehrkräften und Ausbildern, die nach diesen Bestimmungen zwar selbst nicht tätig werden, aber die Theorie beherrschen müssen, kann und sollte es ein wichtiges Arbeitsmittel für die Wissensvermittlung sein. Studenten und Auszubildende tun gut daran, es für die Wissensaneignung zu nutzen. Darüber hinaus ist es für alle Fachkräfte ein Nachschlagewerk. Das Buch orientiert sich im Aufbau an DIN VDE 0100 und beginnt mit den Grundlagen der Normung, den Begriffen und technischen Grundlagen. Es folgen die Festlegungen zum Schutz gegen elektrischen Schlag unter Einschluss des Schutz- und Potentialausgleichsleiters, Erdungen und den Schutz bei Überspannungen, die Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel, Kabel und Leitungen, deren Bemessung, das Trennen und Schalten, Leuchten und Beleuchtungsanlagen und Prüfungen. Spezielle Abschnitte sind den einzusetzenden Steckvorrichtungen, den Überstrom-Schutzeinrichtungen, Fehlerstrom-/Differenzstrom-Schutzeinrichtungen, Isolationsüberwachungsgeräten, Überspannungsschutzgeräten und dem Brandschutz gewidmet. Im Anhang finden sich Berechnungen zu Kurzschlussströmen, zum Spannungsfall und zur vorgesehenen Überarbeitung des Teils 410 „Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag“. Im Buch werden unter Einschluss von für den Praktiker bedeutsamen Normauszügen die vorgenannten Normen erläutert. Es ersetzt die Normen selbst nicht und macht zudem wieder sichtbar, was die Normen mit DIN VDE 0100-100 beginnend verbindet und mit der Aufteilung in Einzelnormen leider allzu oft übersehen wird. Autor und Verlag ist zu empfehlen, Neuauflagen wie bisher an den Stand der Normung möglichst synchron anzupassen. Unter dieser Voraussetzung sollte die jeweils neueste Ausgabe bei keinem Elektrofachmann fehlen. H. Senkbeil Fachwörterbuch P. A. Schmitt: Fachwörterbuch Ingenieurwesen Englisch. München: Langenscheidt Fachverlag. 2038 Seiten, 99 Das Fachwörterbuch (Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch) ist ein umfassendes Nachschlagewerk: Rund 185000 Fachbegriffe aus beiden Sprachen decken nicht nur die wichtigsten relevanten Ingenieursthemen ab - von Antriebstechnik bis Werkstoffprüfung. Das Fachwörterbuch liefert auch reichhaltige semantische Informationen, Hinweise auf regionale Varianten oder Stilebenen. 30 Fachgebiete sind berücksichtigt, darunter Elektro- und Kraftfahrzeugtechnik, Maschinenbau und Kunststoffverarbeitung, Mess- und Fertigungstechnik, Werkstoffe und Werkzeuge. Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 4 347 EP0407-346-348 21.03.2007 13:11 Uhr Seite 347

Autor
  • J. Pester
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