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Elektrotechnik | Sicherheitstechnik | Brand- und Explosionsschutz

Brandmeldeanlagen und Überwachungsumfang bei Vollschutz

ep6/2009, 2 Seiten

Wir haben den Auftrag, die Elektroinstallationen in einem neu errichteten Bürogebäude auszuführen. In der Baugenehmigung dieses Objekts ist eine Brandmeldeanlage der Kategorie I (Vollschutz) gemäß VDE 0833 und DIN 14675 gefordert. In den Räumen sollen also Doppelböden mit einer maximalen Höhe von 300 mm zum Einsatz kommen, um darin nahezu die gesamte elektrische Installation einschließlich der Datenleitungen u. Ä. zu verlegen. 1. Müssen solche Zwischenbodenbereiche mit automatischen Brandmeldern überwacht werden? Hintergrund der Frage ist die Aussage eines Architekten, der sich auf die Systembödenrichtlinie bezieht. Hiernach müssten Doppelböden nur mittels Rauchmelder überwacht werden, wenn sie auch der Raumentlüftung dienen und unter mehreren Räumen durchlaufen, was beides nicht zutrifft. Nach VDE 0833-2, Absatz 6.1.3.2, müssen Zwischenbodenbereiche aber überwacht werden, wobei wir davon ausgehen, dass nicht alle dort aufgezählten Bedingungen erfüllt werden. Jedoch sehen wir auch ein, dass eine normgerechte Montage von Rauchmeldern (der Abstand zu Einrichtungen soll nicht kleiner als 0,5 m sein) im Zwischenbodenbereich nicht möglich ist. Nun gibt es diese Problematik der normgerechten Montage allerdings auch immer wieder in Zwischendecken und erst recht in zum Teil sehr engen und kleinen Kabelkanälen und -schächten, die „nur“ überwacht werden müssen, weil eine Revisionsklappe vorhanden ist. 2. Ist unsere Auslegung der VDE („überall Melder einbauen“) richtig oder sollten wir es lockerer angehen und gegebenenfalls auf eine Überwachung verzichten, wenn die betreffenden Räume oder Bereiche nicht die Möglichkeit für eine Brandausbreitung bieten?


   

Autor
  • F. Schmidt
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