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Veranstaltung | Elektrotechnik

Belektro und e/home 2006 - Zufriedene Gesichter bei Ausstellern und Besuchern

ep12/2006, 5 Seiten

Mit einer rundum positiven Bilanz endete der erste Messeverbund von Belektro und e/home in Berlin. Mehr als 15000 Fachbesucher informierten sich über das Angebot der gut 300 Aussteller. Im Blickpunkt der ep-Redaktion stand diesmal Neues bei Schaltern und Steckdosen.


einen 4-Sensor-Multikriterienmelder. Dieser Melder besitzt einen integrierten IR-Sensor zur Verifizierung eines Brandalarms, einen CO-Gassensor zur schnellen Erkennung von Schwelbränden, einen Thermosensor und einen optischen Sensor. Der optische und der CO-Sensor verfügen über eine Driftkompensation. Die Integration der kontinuierlichen Überwachung aller Hauptelemente eines Brandes in einen Melder soll eine schnelle Erkennung eines Feuers ermöglichen und eine hohe Immunität gegen Störgrößen besitzen. Die integrierte Intelligenz des Melders soll sich dynamisch an die Messergebnisse der einzelnen Sensoren bzw. Brandkenngrößen anpassen. Dies ermöglicht die Reaktion auf wechselnde Umweltbedingungen. Die Intelligenz des Melders steuert selbständig die Gewichtung der Sensoren, die Verzögerungszeit jedes Sensors, die Verknüpfung der Sensoren, die Messintervalle der Sensoren und die Mittelwertbildung. Bei Ausfall eines Sensors werden die verbleibenden Sensoren automatisch neu kombiniert, sensibilisiert und der Ausfall an die Brandmeldezentrale gemeldet. Der Melder hat laut Angaben des Herstellers eine Einsatzdauer von etwa 5 Jahren. Bei der Firma Marioff konnte sich der Besucher über eine wenig bekannte Art des Löschens eines Brandes mittels eines Wassernebels informieren, die HI-FOG-Technologie. Das ist eine Wassernebel-Technologie, die weltweit zum Löschen von Bränden eingesetzt wird. Dazu benötigt ein HI-FOG System etwa 70 %-90 % weniger Wasser als eine konventionelle Sprinkleranlage. Die Systeme nutzen herkömmliches Wasser und sind ungefährlich für den Menschen. Sie bieten sehr gute Brandbekämpfungseigenschaften durch die Kombination von Kühlung, lokaler Inertisierung sowie Absorbtion der Strahlungswärme. Diese Systeme erzeugen mittels Hochdrucktechnologie und durch spezielle Düsen feinste Tropfen mit einer optimalen Tropfenverteilung und hohem Eigenimpuls. Zur Druckerzeugung können Systeme mit oder ohne Elektroantrieb - z. B. Druckluft - benutzt werden. Die Düsen werden über Rohre, die geringe Nennweiten besitzen, mit dem Wasser versorgt. Das ermöglicht eine einfache und schnelle Installation. Einsetzbar ist dieses System in Museen, in denkmalgeschützten Gebäuden, selbst in Bibliotheken und bei Verwendung von destilliertem Wasser auch in Rechenzentren. H. Petereins Erwartungen wurden erfüllt Mehr als Dreiviertel der Fachbesucher bewerteten den Ausstellungsverbund mit seinem Informationsangebot als sehr gut, so das Fazit der Messe Berlin: „Die Erwartungen auf der Aussteller- und Fachbesucherseite wurden durchweg erfüllt und bestätigen einmal mehr den hohen Stellenwert beider Messen als wichtige Branchenplattformen in Berlin.“ Viel beachtete Themen der Belektro waren die Produkte und Lösungen der Elektro- und Gebäudetechnik sowie der Licht- und Sicherheitstechnik. Die e/home setzte als Messe für vernetztes Wohnen besonders Akzente in den Bereichen Wohnungswirtschaft, Telemedizin und Heim-Automation. Rundum zufrieden äußerten sich die Teilnehmer beider Messen auch zum fachlichen Rahmenprogramm mit dem Licht-Dialog, dem ep-Forum, zahlreichen Workshops sowie dem e/home-Kongress. Über regen Zulauf erfreute sich auch die Werkstattstraße. Hier hatten die jungen Besucher die Möglichkeit, einen praxisnahen Ein- und Ausblick in zukünftige Berufe des Elektrohandwerks zu erleben. Auf dem Stand der Elektro-Innung zählten neben aktuellen Entwicklungen in der Haus- und Gebäudetechnik vor allem der E-Check, die Weiterbildung im Handwerk sowie die Vorteile der Innungsmitgliedschaft zu den zentralen Themen. Zufrieden zeigten sich auch die Aussteller: 94 % der Befragten gaben an, ihre Ziele des Messeauftrittes erreicht zu haben; 22 % erzielten auf der Belektro konkrete Geschäftsabschlüsse (2003: 17 %). Besonders positiv hervorgehoben wurde die Qualität der Fachbesucher. 73 % der Aussteller bewerteten diese mit Bestnoten. Unter dem positiven Gesamteindruck der Veranstaltung bekundeten schon jetzt 82 % ihre Absicht, an der nächsten Belektro und e/home in zwei Jahren teilnehmen zu wollen. Neues bei Schaltern und Steckdosen Viele der auf der Light+Building im April erstmals vorgestellten Innovationen sind jetzt lieferbar und konnten auf den Regionalmessen im Herbst als „fertiges“ Serienprodukt gezeigt werden. Bei den Schalter-und Steckdosenprogrammen geht der Trend weiterhin zu höherwertigen, designorientierten Ausstattungen, die in vielfacher Weise kombiniert werden können. Daneben gibt es immer wieder pfiffige Lösungen, bei denen man sich fragt, warum sie erst jetzt und nicht schon seit Jahren verfügbar sind. Timer-Steckdose Sicherheit und Energieeinsparung sind Zukunftsthemen, die bei Architekten, Planern und Bauherren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Eine clevere Lösung ist die Timer-Steckdose im System M (Bild ). Über einen 6-fach-Stufenschalter lassen sich die Zeiten an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Von 15 und 30 Minuten bis zu ein, zwei, vier oder acht Stunden wird die Stromzufuhr freigeschaltet. Elektropraktiker, Berlin 60 (2006) 12 984 BRANCHE AKTUELL Belektro und e/home 2006 in Berlin Zufriedene Gesichter bei Ausstellern und Besuchern Mit einer rundum positiven Bilanz endete der erste Messeverbund von Belektro und e/home in Berlin. Mehr als 15000 Fachbesucher informierten sich über das Angebot der gut 300 Aussteller. Im Blickpunkt der ep-Redaktion stand diesmal Neues bei Schaltern und Steckdosen. Reger Andrang herrschte an allen drei Messetagen auf dem ep-Forum. Hier referierten und diskutierten erfahrene Experten über aktuelle Fragen der Branche. In der Werkstattstraße stellte der Nachwuchs sein Können unter Beweis Stimmungsvolle Atmosphäre auf der Eröffnungsfeier Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Klaus Wucherer, Mitglied des Zentralvorstandes der Siemens AG (oberes re. Foto). Grußworte entrichteten (kl. Fotos v.l.n.r.) Carsten Joschko (Elektro-Innung Berlin), Godehardt Schneider (ZVEI), Thomas Wätzel (VEG) und Raimund Hosch (Messe Berlin) EP1206-980-991 21.11.2006 11:45 Uhr Seite 984 Danach trennt die Timer-Steckdose die angeschlossenen Verbraucher automatisch vom Stromnetz. Wahlweise über den beleuchteten LED-Bedienknopf an der Steckdose, der den aktuellen Schaltzustand anzeigt, oder durch Betätigung eines Tasters, der am Nebenstelleingang angeschlossen werden kann, wird die Stromzufuhr ausgeschaltet. So lässt sich die Timer-Steckdose auch an schwer zugänglichen Orten - beispielsweise hinter Schränken - einsetzen. Die „intelligente“ Steckdose optimiert nicht nur die Energienutzung (z. B. Abschalten von Standby-Verbrauchern), sondern erhöht auch die Sicherheit (unbeaufsichtigte Elektrogeräte ausschalten). Typische Einsatzgebiete sind Kaffeemaschinen in Büros, Drucker, Ladegeräte, Kopierer, Heizlüfter oder Fernsehgeräte. Die Steckdose verfügt über einen internen elektronischen Überlast- und Temperaturschutz. Im Fall einer Überlastung werden die angeschlossenen Verbraucher automatisch abgeschaltet. Multifunktionsschalter Praktische Zeitsteuerfunktionen bietet auch ein so genannter Komfortschalter (Bild ): Er sieht aus wie ein normaler Lichtschalter, doch er kann wesentlich mehr und vereint vier Funktionen in einem Gerät: Normalbetrieb (wie gewohnt schalten), Halbautomatikbetrieb (automatisch an-, aber von Hand ausschalten), Zeitautomatik (manuell an-, aber zeitgesteuert ausschalten) und Vollautomatik. Damit ergeben sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Wohn- und Objektbereich. Dazu zählen Durchgangsräume wie Flure und Treppenhäuser (Zeitautomatik), nur sporadisch genutzte Zonen wie Toiletten-, Abstell- und Kellerräume (Halbautomatikbetrieb) und im Objektsegment grundsätzlich alle Gebäudebereiche mit Publikumsverkehr (Vollautomatik). Durch die Parallelschaltung mehrerer Schalter ist der Einsatz auch in weitläufigen oder verwinkelten Gebäudeteilen möglich. Ein Einsatzschwerpunkt ist jedoch der Wohnbereich. Hier sorgt der Halbautomatikbetrieb „wie eine dritte Hand“ dafür, dass Licht beim Betreten eines Raumes automatisch angeschaltet wird. Manuelles Ausschalten verhindert ungewolltes Im-Dunkeln-Stehen. Bestandteil des Schalters ist ein integriertes Orientierungslicht, das nicht nur das Auffinden des Schalters erleichtert, sondern im Zuge der anwenderfreundlichen Bedienphilosophie außerdem eine erforderliche manuelle Betätigung signalisiert. Der Komfortschalter benötigt für die Installation lediglich eine normale UP-Dose und ist mit allen Schalterprogrammen des Herstellers (Ausnahme: impuls) kombinierbar. Eine Nachverdrahtung beim Austausch ist nicht erforderlich. Außerdem hat das Gerät einen Nebenstelleneingang und kann in jede vorhandene Wechsel- und Kreuzschaltung integriert werden. Der Schalter verfügt über eine Schaltleistung von 40 bis 300 W und eignet sich für die Kombination sowohl mit herkömmlichen Glüh- und Leuchtstofflampen (Voraussetzung: dimmbare elektronische Vorschaltgeräte) als auch mit Niedervolt- und Hochvolthalogen-Leuchten. Sowohl die Helligkeitsschwelle der Infrarotsensoren (Erfassungsbereich: >170°) als auch die Nachlaufzeit (1 bis 10 min) des Timers sind individuell einstellbar. Metallic-Design Ein Trend beim Bauen und Wohnen ist auch die Verwendung von Metall-Werkstoffen. So ist es nur folgerichtig, dass das Designprogramm LS um eine attraktive Metallic-Variante erweitert wurde. LS Glanzchrom heißt die neue Version, die in Haus und Wohnung glänzende Akzente setzt (Bild ). Die strenge, quadratische Schaltergeometrie besitzt eine markante, hochglänzende Oberfläche. Um diese Wirkung zu erzielen, erhält das Basisteil aus Metall im Galvanobad eine widerstandsfähige Chrom-Auflage. Mit der Aufnahme von Glanzchrom in das reichhaltige LS-Baukastenprogramm des Herstellers eröffnen sich weitere interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Denn nun lassen sich die einzelnen Komponenten aus den verschiedenen LS-Programmen noch vielfältiger miteinander kombinieren. So gibt es für jedes Ambiente und jeden Einrichtungsstil die passende Variante - von Ton-in-Ton bis zum kontrastreichen Effekt. Verwenden lassen sich beispielsweise Rahmen in Glanzchrom, aus 986 BRANCHE AKTUELL Dietmar O. Böcking, ZVEI-Fachverband Installationsgeräte und -systeme: „Die derzeit gute konjunkturelle Lage wirkt sich positiv auf die Elektrobranche aus. Das war gerade auch auf der Belektro deutlich zu spüren. Der Besucherandrang, aber ebenso die hohe Qualität der Gespräche, die wir an unserem Messestand führen konnten, von denen aber auch andere Industrievertreter berichten, sind ein wichtiges Indiz dafür. Die parallel stattfindende e/home bot durch ihren Schwerpunkt `vernetztes Wohnen' eine ideale Ergänzung zur Belektro. Eine Kombination, die wir auch in Zukunft verfolgen sollten.“ Thomas Wätzel, VEG-Landesgruppe Berlin/Brandenburg: „Die Premiere des Messeverbundes von Belektro und e/home ist für den Großhandel ein voller Erfolg gewesen. Wir haben unsere Ziele gemeinsam mit unseren starken Partnern des Großhandels erreicht. Mit zahlreichen Aktionen im Vorfeld der Veranstaltung und auf dem Messegelände konnten wir unsere Kunden aktivieren und den direkten Kontakt zu Herstellern und Lieferanten herstellen. Von der Belektro und der e/home gehen starke Impulse für die einzelnen Branchen aus.“ Carsten Joschko, Obermeister der Elektro-Innung Berlin: „Insgesamt wurde das Messegeschehen von einer rundum positiven Stimmung begleitet. Die Mehrheit der Aussteller und Fachbesucher zog eine positive Resonanz und betonte die hohe Qualität an gebündelter Fachkompetenz im Vergleich zu anderen Regionalmessen in diesem Bereich. Als optimale Plattform für das Ordergeschäft und für konstruktive Gespräche bot die Belektro 2006 erneut den perfekten Rahmen. Die Integration der Werkstattstraße in das Umfeld von Industrie und Elektro-Innung wurde sehr positiv bewertet. Auch die sehr gute Vorbereitung und Organisation im Vorfeld der Messe hat maßgeblich zum Erfolg der diesjährigen Veranstaltung beigetragen.“ STIMMEN ZUR MESSE System-M-Timer-Steckdose - clevere Schutzfunktion plus Energiesparen im Schalterdesign Fa. Merten Komfortschalter - sieht aus wie ein normaler Lichtschalter, kann aber wesentlich mehr Fa. Busch-Jaeger Attraktive Metallic-Variante - LS Glanzchrom setzt glänzende Akzente in Haus und Wohnung Fa. Jung EP1206-980-991 21.11.2006 11:49 Uhr Seite 986 satiniertem Glas, aus Aluminium Edelstahl und Anthrazit oder mit unterschiedlichen Steindekoren, die dann variabel mit den Einsätzen der Programme LS 990, Aluminium, Edelstahl und Anthrazit bestückt werden können. Tast-Sensor Eine faszinierende Designalternative zum Schalten und Steuern der Gebäudesystemtechnik bietet TS Sensor (Bild ). Statt der bisherigen Drucktaster-Betätigung wird ausschließlich sensorisch bedient. Bereits ein leichtes Berühren der völlig planen Oberfläche einer transparenten Glasplatte reicht aus, um je nach Programmierung Licht zu schalten oder Rollläden und Jalousien zu bedienen. Eine LED bestätigt diese Bedienung visuell. Durch eine schraubenlose Glasplattenbefestigung wird die Optik der völlig planen Glasoberfläche durch nichts beeinträchtigt. Die Leiterbahnen sind direkt auf der Rückseite des Glasträgers aufgedampft, was im Bedarfsfall eine flache, wandaufliegende Montage erlaubt. Dabei ist die direkte Nähe der Schaltelemente zur Bedienfläche besonders benutzerfreundlich und funktionssicher, weil selbst schon leichte Berührungen die gewünschte Funktion exakt auslösen. Zur Anbindung an die unterschiedlichen Systeme, wie zum Beispiel KNX/EIB oder Funkbus, bietet das System eine offene Schnittstelle. Das als Katalogware lieferbare Basismodell kommt ohne zusätzliche Bedruckung aus. Sichtbar ist die rückseitig weiß, schwarz oder grau bedruckte Glasplatte. Die Schaltzustände der einzelnen Funktionstasten werden hier durch weiße LED dargestellt. Sofern jedoch eine individuelle Bedruckung mit Symbolen und Schriften gewünscht wird, müssen die Funktionen und ihre Belegung vorher genau festgelegt sein, und können nachträglich nicht mehr geändert oder hinzugefügt werden, da die Bedruckung von der Rückseite erfolgt. Die Bedruckung kann mittels einer Konfigurations-Software wie in einem Baukasten-Modell zusammengestellt werden, wobei die Software den Anwender bei seiner Auswahl unterstützt. Die bestellten Produkte werden anschließend entsprechend dem Kundenwunsch bedruckt und ausgeliefert. Weitergehende Gestaltungsmöglichkeiten, wie beispielsweise besondere Beschriftungen und Farben, realisiert der Hersteller auf Anfrage. LED-Orientierungsleuchten Die LED-Beleuchtung ermöglicht den gezielten Einsatz von Lichtakzenten. Sie sorgen in Haus und Wohnung, aber auch in gewerblichen Objekten oder öffentlichen Gebäuden für mehr Sicherheit und Information. Die LED-Produkte und das Zubehör lassen sich in verschiedene Schalterprogramme des Herstellers integrieren und zu kompletten Orientierungssystemen im Schalterdesign ausbauen (Bild ) . Für das System 55 mit den Serien Standard 55, E2, Event und Esprit sind LED-Orientierungsleuchten und LED-Signalleuchten erhältlich. Über spezielle Adapterrahmen werden die beleuchteten Einsätze auch für das neue Flächenschalterprogramm und das Schalterprogramm E22 angeboten. Damit ist die Installation von Schaltern, Steckdosen und Orientierungsleuchten aus einem Guss möglich. Die Orientierungsleuchten nutzen die gesamte Einsatzfläche von 55 × 55 mm2 BRANCHE AKTUELL Durch eine schraubenlose Befestigung wird die Optik der planen Oberfläche nicht beeinträchtigt Fa. Berker Die LED-Tafeln lassen sich mit Piktogrammen zu beleuchteten Hinweisschildern erweitern Fa. Gira EP1206-980-991 21.11.2006 11:49 Uhr Seite 987 zur homogenen Ausleuchtung. Über einen Mikroprozessor werden RGB-LED angesteuert, die sich in den Lichtfarben Weiß, Blau, Rot, Grün oder Orange einstellen lassen. Alternativ kann auch ein kontinuierlicher Durchlauf über das gesamte Farbspektrum realisiert und jeder gewünschte Farbton durch ein Stoppen an entsprechender Stelle fixiert werden. Darüber hinaus lässt sich die Helligkeit der LED regulieren und die Orientierungsleuchte so individuellen Anforderungen anpassen. Die Leuchten werden an die normale Wechselstromversorgung angeschlossen. Mithilfe einer Beschriftungsfolie lassen sich die LED-Orientierungsleuchten mit Piktogrammen oder Schrift versehen und so zu beleuchteten Hinweisschildern erweitern. Auch die Signalleuchten nutzen die gesamte Einsatzfläche aus. Sie sind aber in zwei Hälften unterteilt, wobei die obere Fläche rot und die untere grün beleuchtet ist. Mit den entsprechenden Folien in der Abdeckung lassen sich sehr einfach professionelle Signalsysteme realisieren. Geschäftsfeld birgt auch juristische Besonderheiten Über 60 Hersteller, Händler und Installateure informierten sich auf der ersten Fachtagung des BSW (Bundesverband Solarwirtschaft) zu Fragen der Produkthaftung und Zertifikaten für Photovoltaikanlagen in Frankfurt und diskutierten Erfahrungen aus der Praxis. Da das Geschäftsfeld Photovoltaik für das Elektrohandwerk mittlerweile sehr wichtig ist, wurde die Tagung gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) veranstaltet. „Die dynamische Verbreitung der Solarstromtechnik wirft in der Praxis ganz neue Fragestellungen auf ...“, umriss Tagungsleiter Dipl.-Phys. Gerhard Stryi-Hipp. Mit an erster Stelle stehen Fragen der Haftung und Qualitätssicherung. Auf die Aspekte der Produkthaftung ging Rechtsanwalt Dr. Ulrik Gollob in seinem Eröffnungsvortrag ein. Er zeigte anhand von Beispielen, wie Unternehmen professionell mit Reklamationsfällen wie Mindererträgen oder Defekten umgehen können und wo die juristischen Fallstricke lauern. Gollob schloss mit der Feststellung, dass das verhältnismäßig junge Gebiet der Photovoltaik selbst manchem Juristen ab und zu Kopfzerbrechen bereiten würde. Dipl. Ing. Willi Vaaßen vom TÜV Rheinland stellte mit der EN IEC 61215, IEC 61730 und EN 50380 die für die Photovoltaik wichtigsten Normen vor und erläuterte, welchen Prüfungen ein PV-Modul unterzogen wird. Um gegen Fälschungen von Zertifikaten vorzugehen, hat der TÜV im Internet eine Liste aller zertifizierten Module veröffentlicht. Die Prüfung und Kennzeichnung von PV-Produkten war das Thema von Dipl. Ing. Axel Schwalm vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut. Er stellte die im Geräte- und Produktionssicherheitsgesetz definierte Produkthaftungskette vor, in die Hersteller, Händler und Installateure einbezogen sind und zeigte Möglichkeiten der Absicherung auf. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) setzt auf das RAL-Gütezeichen, um den Kunden die Sicherheit zu geben, eine hohe Qualität zu erhalten. Dipl. Ing. Ralf Haselhuhn stellte das Gütezeichen vor, das in der Branche bislang jedoch noch umstritten ist. Es bündelt die vorhandenen Richtlinien und Normen und beschreibt die gute fachliche Praxis. Claudio Fischer-Zernin-Schmitt, Geschäftsführer Ufh Gmb H und BSW Vorstandsmitglied, berichtete über die BP-Aktion „Zertifizierter Installateur“ und stellte Praxisbeispiele zum Thema Haftung und Qualitätssicherung zur Diskussion. Im abschließenden Panel berichteten Rolf Meurer, Mitglied des Beirates des ZVEH und Dipl.-Ing. Michael Schäfer, Geschäftsführer der energiebau solarstromsysteme Gmb H, von ihren Erfahrungen aus der Praxis zu Qualitätssicherung, Haftungsfragen und Zertifikaten. Elektropraktiker, Berlin 60 (2006) 12 988 BRANCHE AKTUELL Fachtagung zu Haftung und Qualitätssicherung Im Geschäftsfeld Photovoltaik sehen sich Händler und Handwerker zunehmend mit neuen Fragestellungen konfrontiert wie zu Haftung und Qualitätssicherung. Auf einer Tagung des BSW brachten Experten Licht in das Dunkel. „Die dynamische Verbreitung der Solarstromtechnik wirft in der Praxis ganz neue Fragestellungen auf ...“ v. l. G. Stryi-Hipp, U. Gollob, R. Meurer, W. Vaaßen, R. Haselhuhn, M. Schäfer, C. Fischer-Zernin-Schmitt Michael Schadewitz, ABB Stotz-Kontakt: „Die Belektro ist für uns eine gute Gelegenheit, unsere bestehenden Kundenkontakte zu pflegen und unsere neuen Produkte vorzustellen. Und sie ist eine sehr gute Gelegenheit, unser Markenimage zu pflegen und uns als ABB zu präsentieren. Deswegen wollen wir in zwei Jahren wieder mit dabei sein.“ Thomas Wolfrum, Berker: „Die Belektro war für uns erfolgreich. Zu den Besuchergruppen auf unserem Messestand gehörten vor allem unsere unmittelbaren Handelspartner, also das Handwerk und der Fachhandel. Besonders gefreut haben wir uns auch über den regen Zuspruch von Architekten und Elektrofachplanern, die hier mit konkreten Projektvorstellungen auf dem Stand waren.“ Wolfgang Ebeling, Busch-Jaeger: „Wir sind gut besucht worden und voll zufrieden. Wir haben auf unserem Stand zum Beispiel das Thema Komfortschalter praxisgerecht präsentiert. Die Kundenresonanz darauf war sehr positiv.“ Joachim Aulig, Construktions-Licht: „Für uns war diese Belektro eine der besten Messen der vergangenen Jahre, sowohl von der Quantität als auch von der Qualität. Wir sind hoch zufrieden. Noch erfreulicher wäre es gewesen, wenn sich noch mehr Unternehmen aus der Lichtbranche an der Messe beteiligt hätten.“ Thomas Hanses, Hensel: „Für uns war die Messe sehr erfolgreich. Wir hatten viele Fachbesucher auf dem Stand und an allen drei Messetagen eine gute Auslastung unseres Messestandes. In zwei Jahren sind wir wieder mit dabei.“ Fritz Wagner, Hager: „Wir sind von Anfang an dabei auf der Messe. Die Belektro 2006 ist für uns sehr gut verlaufen, weil wir viele Elektroinstallateure, Planer und Elektrogroßhändler auf unserem Stand und zahlreiche Lehrlinge auf der Werkstattstraße hatten. Das Interesse für unsere Neuigkeiten, Innovationen und Lösungsvorschläge war groß. Es kamen Interessenten mit ihren Vorstellungen auf unseren Stand und wollten dafür konkrete Lösungen. Erfreulich war, dass am Freitagnachmittag noch gute Kunden auf den Stand kamen. Es muss eine Belektro 2008 geben.“ Gunter Schreckenbach, Hess Form+Licht: „Für uns stand die Image- und Kundenpflege im Vordergrund unseres Messeauftritts. Vor allem haben wir neue, innovative Produkte und neueste Entwicklungen vorgestellt. Das ist beim Fachpublikum gut angekommen. Wir sind mit der Belektro zufrieden. Die Messe war ein Erfolg.“ David Rickert, Mennekes: „Mit Messebeginn hatten wir einen guten Besucherzuspruch. Auch mit der Qualität der Fachbesucher sind wir zufrieden. Ebenso freuen wir uns über das große Interesse der Schüler und Auszubildenden an unserem Stand auf der Werkstattstraße. Erwähnenswert ist das Engagement der Großhändler, zum Gelingen der diesjährigen Belektro beizutragen.“ Wieland Engelmann, Siemens: „Unsere Erwartungen sind übertroffen worden. Nach einem verhaltenen Messestart war der zweite Tag sehr gut besucht und auch mit dem Schlusstag sind wir zufrieden. Das Fachpublikum entsprach unserer Zielgruppe. Wir hatten auch zahlreiche neue Kontakte.“ STIMMEN ZUR MESSE EP1206-980-991 21.11.2006 11:49 Uhr Seite 988

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