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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen | Installationstechnik

Anschluss der Anlage eines IT-Systems an ein TN-System

ep5/2000, 2 Seiten

In einem ehemaligen Chemiebetrieb wird z. Zt. das Niederspannungsnetz umgestaltet. Das bisherige Netz bestand aus einem "Kraftnetz" 380 V, 50 Hz mit der Schutzmaßnahme Schutzleitungssystem (IT-System) und einem "Lichtnetz" 380/220 V, 50 Hz mit der Schutzmaßnahme Nullung (TN-C-, bzw. TN-S-System). Da beide Netze von unterschiedlichen Trafos gespeist wurden, deren Sternpunkt entsprechend der Schutzmaßnahme ausgeführt waren, gab es keine Verbindung der unterschiedlichen Netze. Bei der Neugestaltung des Netzes soll ein TN-System realisiert werden. Aufgrund der großen Netzfläche soll für einen Übergangszeitraum auch das Kabelnetz des IT-Systems mit genutzt werden. Dieses Kabelnetz besteht im Wesentlichen aus Massekabeln mit drei aktiven Leitern (L1, L2, L3) und der Nutzung des Mantels als Schutzleiter sowie Kunststoffkabeln NAYY-J mit gleichfalls drei aktiven Leitern und der grün/gelb gekennzeichneten Ader, die als Schutzleiter verwendet wird. Weiterhin sind alle metallischen Anlagenteile mit dem Schutzleiter verbunden und von den Hauptverteilungen zu den Unterverteilungen zusätzliche Schutzerder in Form von Band- oder Runderdern verlegt. Um eine Minimierung des Netzes sowohl an Trafokapazität als auch an Schaltanlagen vornehmen zu können, ist angedacht, das vorhandene IT-System aus einem TN-System mit zu versorgen.


   

Autor
  • H. Senkbeil
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