Fachbegriffe der Elektrotechnik
Was versteht man unter Elektrischer Festigkeit und Endverschluss?
Beständigkeit fester Isolierstoffe gegen einen inneren Durchschlag (Durchschlagfestigkeit) oder einen Überschlag entlang der Isolierstoffoberfläche (Überschlagfestigkeit). Zur Überschlagfestigkeit gehört auch die Beständigkeit flüssiger oder gasförmiger Isolierstoffe gegen einen Funkenüberschlag.
Elektrischer Festigkeit
Die elektrische Festigkeit wird in praxi meist „Isolationsfestigkeit“ oder auch „Spannungsfestigkeit“ (engl. dielectric strength) genannt. In letzterem Falle unterscheidet man zuweilen noch zwischen der Beständigkeit gegen Zerstörung bei Beanspruchung mit Wechselspannungen (Wechselspannungsfestigkeit) oder bei Beanspruchung mit Stoßspannungen (Stoßspannungsfestigkeit).
Endverschluss
Garnitur, die das Ende eines Kabels – mitunter auch einer mineralisolierten Leitung – verschließt und den sicheren Anschluss von Kabeln oder Leitungen an Maschinen, Schaltanlagen, Freileitungen u. dgl. ermöglicht.
Allgemeines
Endverschlüsse (engl. sealing ends) sind dem wechselhaften Einfluss des Umgebungsklimas ausgesetzt. Deshalb werden unterschieden:
- für den Einsatz unter Innenraumbedingungen und
- für den Einsatz unter Freiluftbedingungen [1].
Niederspannung
Kunststoffkabel mit Nennspannungen bis 1 000 V benötigen bei deren Einsatz in Innenräumen grundsätzlich keine Endverschlüsse. Bei Verwendung dieser Kabel in feuchter Umgebung oder im Freien ist jedoch der Kabelzwickel mit einer Schrumpf-Aufteilkappe oder einem Gießharzkörper abzudichten. Schrumpf- und Gießharzendverschlüsse eignen sich auch für Kabel mit massegetränkter Papierisolierung (Massekabel). Die Umhüllung der Kabeladern erfolgt jeweils mit Schrumpfschlauch.

