Fachbegriffe aus der Elektrotechnik
Was versteht man unter Blitzentladung
Der Schutz vor Blitzen und ihren Folgen beschäftigt viele Elektrofachkräfte. Darum ist es wichtig die grundlegenden Eigenschaften und die elektrischen Vorgänge rund um Blitze zu kennen.
Ein Aufwärtsblitz (engl. upward flash) beginnt mit einem gegen die geladene Wolke vorwachsenden Leitblitz, der von sehr hohen und exponiert liegenden geerdeten Objekten, z. B. Fernsehtürmen, ausgeht. In diesem Fall fließt von der Erde ein Blitzstrom (Stoßstrom) zur Gewitterwolke. Aufwärtsblitze sind gut an den zur Wolke gerichteten Verästelungen erkennbar.
Gewitterhäufigkeit
In Deutschland gehen jährlich fast eine Million Blitze nieder. Dabei gibt es in den Sommermonaten Juli und August durchschnittlich fünfmal mehr Gewitter als in den Wintermonaten Dezember bis Februar. Außerdem nimmt die Zahl der jährlichen Gewittertage1) (Gewitterneigung) und Blitzschläge pro Quadratkilometer (Erdblitzdichte) vom Norden nach dem Süden hin zu. Im Eismeer sowie am Nordpol gibt es praktisch keine Gewitter. Dagegen muss an der Ost- und Nordsee mit etwa 20, im Mittelmeerraum mit etwa 30 und in den Tropen, z. B. in Zentralafrika, durchschnittlich mit bis zu 140 Gewittertagen pro Jahr gerechnet werden.
1) Gewittertag ist ein Tag, an dem Wetterbeobachter oder meteorologische Stationen (Blitzortungssysteme) während eines Tageszeitraums (24 h) ein Gewitter festgestellt haben. Dabei ist ohne Belang, ob es sich um ein schweres Gewitter mit beispielsweise mehreren hundert heftigen Blitzentladungen oder womöglich um ein harmloses Wintergewitter mit nur einem einzigen Blitz am Tag handelt.
Autor: R. Müller
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