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(Bild 1) Drei Komponenten für die Zündung eines Gas-Luft-Gemisches (Bild: M. Heberer/ep)
Aus- und Weiterbildung | Fachwissen | Installationstechnik

Aus dem Facharchiv: Lernen & Können

Typische Fehler in der Elektroinstallation - Auswahl von Betriebsmitteln

24.07.2019

Elektrische Bauelemente, eine Baugruppe oder ein Gerät einer elektrischen Anlage werden auch als elektrische Betriebsmittel bezeichnet. Unsachgemäße Auswahl und Montage können Folgeschäden wie Brände nach sich ziehen.

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Angelehnt an das Web-Lernmodul „Auswahl von Betriebsmitteln“ des GDV werden mögliche Schadenursachen sowie entsprechende Schutzmaßnahmen im Beitrag näher erläutert.

Elektrische Betriebsmittel

Nach den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften DGUV V 3: „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ wird der Begriff wie folgt definiert: „Elektrische Betriebs-mittel im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift sind alle Gegenstände, die als Ganzes oder in einzelnen Teilen dem Anwenden elektrischer Energie (z. B. Gegenstände zum Erzeugen, Fortleiten, Verteilen, Speichern, Messen, Umsetzen und Verbrauchen) oder dem Übertragen, Verteilen und Verarbeiten von Informationen (z. B. Gegenstände der Fernmelde- und Informationstechnik) dienen. Den elektrischen Betriebsmitteln werden gleichgesetzt Schutz- und Hilfsmittel, soweit an diese Anforderungen hinsichtlich der elektrischen Sicherheit gestellt werden.“
Bei der Auswahl und Montage elektrischer Betriebsmittel sind stets die Anforderungen zum Brandschutz zu beachten. Dabei gilt:

  • Brandgefährliche thermische Einflüsse, die von Betriebsmitteln ausgehen, müssen vermieden werden.
  • Im Brandfall ist die Weiterleitung von Feuer bzw. Rauch zu unterbinden.
  • Der Erhalt von Sicherheitsfunktionen ist zu gewährleisten.

Grundsätzliche Brandgefahren

  • Die häufigsten Ursachen für eine Entzündung brennbaren Materials durch elektrischen Strom sind:
  • wärmeabstrahlende Betriebsmittel,
  • Nagetierfraß,
  • Verschleiß,
  • Verschmutzung von Kontaktstellen,
  • lose Klemmstellen,
  • überalterte Betriebsmittel,
  • mechanische Einwirkung,
  • Lichtbögen als Folge von Mängeln.

Für die Zündung eines Gas-Luft-Gemisches müssen immer drei Komponenten vorhanden sein (Bild 1). Dazu gehören immer:

  • Brennstoff,
  • Sauerstoff (Luft),
  • Zündquelle.

Ein Brand kann also nur dann entstehen, wenn neben Sauerstoff auch brennbares Material vorhanden ist. Das sind meist Werkstoffe des Betriebsmittels oder Stoffe der Umgebung wie Holz, Holzspäne, Papier, Textilien oder Staub und Schmutz.
Betriebsmittel oder Teile davon können im normalen Betrieb oder im Fehlerfall hohe Temperaturen erreichen und somit eine Zündquelle darstellen.

Brandursachen in der Praxis

Heiße Oberflächen. Häufig werden Brände durch sehr heiße Oberflächen von Leuchtmitteln, Motoren oder Heizelementen ausgelöst. Typische Schäden entstehen, wenn brennbare Materialien sich heißen Leuchten nähern, z. B. Strahler-leuchten in Lagerhallen beim Überschreiten der Lagerhöhe (Bild 2) oder beim Herausfallen von Teilen heißer Leuchtmittel. Oftmals wird das Entzünden von Materialien durch fahrlässiges Abstellen, Lagern oder Montieren hervorgerufen. Immerhin zählt Überhitzung zu den fünf häufigsten Brandursachen, wie das Institut für Schadensverhütung und Schadensforschung in seiner Brandursachenstatistik der Jahre 2002–2015 darstellt.


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