Sicherheitstechnik | Blitz- und Überspannungsschutz | Brand- und Explosionsschutz
Elektrosicherheit – wichtige Grundlagen
Teil 6: Was passiert beim Elektro- oder Blitzunfall?
08.11.2018
In diesem Teil, der diese Beitragsserie abschließt, werden Grundsätze zur Beurteilung möglicher Folgeschäden zusammengefasst. Besondere Beachtung finden dabei Aspekte der Rechtsmedizin sowie der Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die gegebenen Übersichten können auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik Tätigen, Ersthelfern, Therapeuten und medizinischen Gutachtern bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit helfen, diese eher seltene Art von Unfällen einheitlicher zu bewerten. Der Hinweis auf systematische Unfallanalysen rundet auch in diesem Beitrag das Thema ab, um zukünftig aus der Praxis wertvolle Erfahrungen in die Prävention einfließen zu lassen.
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- (Nicht immer!) Strommarken an den (Haut-)Ein- und Austrittsstellen.
- Thermische und mechanische Spuren auf der Bekleidung, bis hin zur Zerreißung.
- Gefahr der Mehrfachverletzung (primär: elektrische/thermische Energie; sekundär: Trauma nach z. B. Schleudervorgang, Sturz).
- Unfalltypische initiale Symptome, d. h. Beginn oder Auslöser von nichtlebensgefährlichen, i.d.R. sofort (z. B. Schreckreaktion) oder innerhalb von Stunden sich verlierend, wie: Unruhe, Verwirrtheit, Schwindel, Lähmung der Muskulatur (Paralysen), Knalltrauma, Blendung („Verblitzen“ der Augen).
- Risse von Muskeln oder Sehnen durch die extreme Muskelaktivierung.
- Lebensbedrohende Folgen wie Herzrhythmusstörungen, Atemlähmung, Bewusstlosigkeit bis Koma, Kreislaufstillstand, innere Verbrennungen der Organe (z. B. Gewebsnekrosen).
- Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Myoglobinurie mit Crush-Niere), z. B. durch Kompartmentsyndrom.
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