Fachveranstaltung & Politik
Taskforce Gebäudetechnik mit Panelveranstaltung auf „Berliner Energietagen“
Am 5. Mai diskutierten Vertreter/-innen der Taskforce Gebäudetechnik sowie die Berliner Politik im Rahmen der „Berliner Energietage“ bei der Veranstaltung „Best Practices der energetischen Sanierung“, was die Politik vom Handwerk lernen kann.
Im Fokus der Veranstaltung stand die zentrale Rolle des Handwerks bei der Umrüstung des Gebäudesektors hin zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund diskutierten Stefanie Lehmann, Bezirksschornsteinfegerin, Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), und Torsten March, Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks, gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer (CDU), wie eine erfolgreiche Transformation gelingen kann.
Deutlich wurde insbesondere, wie wichtig die enge Kooperation zwischen den verschiedenen Gewerken ist – darunter Elektrohandwerke, Schornsteinfeger, Kälteanlagenbauer, Dachdecker, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Metallbauer. Trotz unterschiedlicher Tätigkeitsfelder leisten alle einen entscheidenden Beitrag: So sind Schornsteinfeger stark in der Gebäudeenergieberatung vertreten und mit rund 200.000 täglichen Kundenkontakten besonders nah an den Menschen. Das Kälteanlagenbauerhandwerk verantwortet mit dem Kältekreislauf einen zentralen thermodynamischen Prozess, der unter anderem bei Wärmepumpen und Klimaanlagen zum Einsatz kommt. Die Elektrohandwerke wiederum treiben die Digitalisierung im Gebäudesektor voran und schaffen Datenschnittstellen, die für die gewerkeübergreifende Kooperation essenziell sind.
Ein gemeinsames Verständnis eint alle Gewerke: Im Zuge der Wärmewende verändern sich die Berufsbilder grundlegend, und Gebäude müssen heute als vernetzte Energiesysteme gedacht werden. Nur durch dieses Zusammenspiel kann die Transformation des Gebäudesektors gelingen. Dafür braucht es eine stärkere Vernetzung und intensivere Zusammenarbeit der klimatechnischen Gewerke. Einigkeit besteht auch darin, dass Daten künftig besser nutzbar gemacht werden müssen, um Kooperationen effizienter zu gestalten. Das Handwerk bringt hierfür hervorragende Voraussetzungen mit – insbesondere durch das hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden sowie die starke lokale Wertschöpfung. Um dieses Potential voll auszuschöpfen sind jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen erforderlich, die Investitionen fördern und gleichzeitig Unsicherheiten in der Bevölkerung abbauen. Lars Rohwer betonte die Bedeutung praxisnaher ordnungspolitischer Rahmenbedingungen und begrüßte ausdrücklich die zunehmende Zusammenarbeit der Gewerke. Als zentrales Ergebnis nahm er den Wunsch des Handwerks nach Stabilität und Kontinuität bei den politischen Rahmenbedingungen mit. Ziel sei es, durch entsprechende gesetzliche Maßnahmen – etwa im Rahmen eines Gebäudemodernisierungsgesetzes – mehr Planungssicherheit für Betriebe und Endkundinnen und -kunden zu schaffen.
Über die Taskforce Gebäudetechnik
Die Taskforce Gebäudetechnik vereint sechs zentrale Verbände des gebäudetechnischen Klimahandwerks:
- Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)
- Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)
- Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV)
- Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)
- Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV)
- Bundesverband Metall (BVM)
Gemeinsam repräsentieren sie 154.000 Betriebe mit 1.460.000 Beschäftigten und 121.000 Auszubildenden, die zuletzt einen Umsatz von 225 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die vertretenen Gewerke sind zentrale Treiber der Energie- und Wärmewende und wichtige Ansprechpartner für Verbraucherinnen und Verbraucher.
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