Aus- und Weiterbildung
Studium der Elektrotechnik: Erstsemesterzahlen konstant
Vor allem aufgrund der Beliebtheit der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben in diesem Jahr fast genau so viele Menschen ein Studium der Informations- und Elektrotechnik aufgenommen wie 2024. Michael Schanz, Referent beim VDE Fachausschuss Studium, Beruf und Gesellschaft, ordnet die Zahlen ein.
Insgesamt 14.126 Männer und Frauen haben laut Statistischem Bundesamt im Studienjahr 2025 ein Studium der Elektro- oder Informationstechnik aufgenommen. Das sind fast genau so viele Studienanfängerinnen und Studienanfänger wie im Vorjahr, als 14.174 Menschen ein entsprechendes Studium begonnen.
„Beim genaueren Hinsehen fallen allerdings große Unterschiede zwischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) auf“, sagt Michael Schanz, Referent beim Fachausschuss Studium, Beruf und Gesellschaft des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. Während die Erstsemesterzahlen an Universitäten um 5 % zurückgehen, steigen sie an den HAW (früher: Fachhochschulen) um 4 %. „Der VDE beobachtet insbesondere an mittelgroßen Universitäten seit Jahren stark rückläufige Erstsemesterkohorten und empfiehlt, gerade an diesen Standorten stärker und jugendgerechter um den elektrotechnischen Nachwuchs zu werben“, ergänzt Schanz.
Unter anderem wegen der Umstellung auf das Abitur nach 9 Jahren in Bayern war eigentlich eine Verringerung auch der Gesamtzahl der Studienanfänger erwartet worden. „Wir sehen aber vor allem einen verstärkten Zuspruch internationaler Studierender in den elektrotechnischen Studiengängen“, sagt Schanz, der zu dem Thema regelmäßig mit Studiengangsleitern aus ganz Deutschland spricht. Der Frauenanteil bleibt mit konstant gebliebenen rund 20 % sogar noch unter dem etwa in der Informatik und im Maschinenbau, wo jeweils gut ein Viertel der Studierenden weiblich ist. Schanz: „Der Anteil wäre allerdings ohne internationale Studierende noch deutlich niedriger.“

