+++ News +++ Sinnvolles Heiz- und Lüftungsverhalten
Richtig Heizen und Lüften, um Schimmel zu vermeiden
In der kalten Jahreszeit sollte man auf ein sinnvolles Heiz- und Lüftungsverhalten achten. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale erläutert geeignete Maßnahmen, um Schimmel in Wohnräumen zu vermeiden.
Schimmel in Wohnräumen ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern kann auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Die zu hohe Feuchtigkeit an diesen Orten erkennt man oft erst, wenn es bereits zu spät ist. Ein Hygrometer und konsequentes Lüften kann helfen, das Risiko zu verringern. Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern ist optimal, um die Luft, die beispielsweise durch unangenehme Gerüche in Küche oder Toilette entsteht, schnell auszutauschen.
Wohnräume richtig lüften
Anders sieht es bei der Feuchtigkeit aus, die nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Schlafen entsteht, da in den Wandoberflächen, Handtüchern, Matratzen oder Bettdecken noch weiterhin Feuchte gespeichert ist.
Hier ist es ratsam, einmal komplett durchzulüften und anschließend das Fenster zwei bis drei Stunden auf Kipp zu lassen, damit diese „Sorptionsfeuchte“ rausgeht. Solange die Fenster nicht rund um die Uhr gekippt sind, ist der damit verbundene Energieverlust gering. Der Raumtrocknungseffekt dagegen ist deutlich größer als beim dreimaligen Stoßlüften wie Messungen zeigen.
Die Behauptung, dass bei längerem Kipplüften die Wände auskühlen, gilt nur für die Fensterlaibungen. Das ist jedoch unkritisch, da diese Laibungen während des Lüftens auch gleichzeitig deutlich trockener werden. Schimmel in Fensterlaibungen ist in erster Linie ein Wärmebrücken- und kein Kipplüftungsproblem.
Tipp 1: Feuchte Handtücher sollten auch bei Frost nach draußen gehängt werden. Denn kalte Luft ist trockene Luft. Man braucht nur etwas mehr Geduld.
Ein Hygrometer in Kombination mit einem Thermometer hilft, um zu erkennen, ob ein Raum zu feucht ist. Die optimale Luftfeuchte hängt auch von der Bausubstanz und der Dämmung ab.
25 bis 45 % an relativer Luftfeuchte sind in einem ungedämmten Altbau in Ordnung. Bei einem super gedämmten Neubau dürfen es 35 bis 55 % sein. Man muss dabei aber immer die Raumtemperatur mit betrachten, denn kältere Luft kann weniger Feuchte aufnehmen.
Tipp 2: Die Heizung sollte beim Stoßlüften rechtzeitig vorher runtergedreht werden. Denn der Einspareffekt ist am höchsten, wenn das heiße Wasser in den Heizkörpern schon abgekühlt ist.
Schimmel vermeiden und Energie einsparen durch bewusstes Heizen
Die Raumtemperaturen kann man absenken, um Energie einzusparen. Entscheidend sind aber das ausreichende Lüften und die Kontrolle der Feuchtigkeit in den Räumen. Wichtig ist auch, die Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen zu halten, sodass feuchte Luft nicht in kühlere Wohnräume wandert und ein Schimmelproblem verursacht oder verschärft.
Heizkörper sollte man nicht durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge abdecken. Nur so ist die Leistung des Heizkörpers voll nutzbar und das Thermostatventil kann optimal funktionieren. Für jeden Raum sollte die richtige Temperatur gewählt werden:
- im Wohnzimmer und in der Küche reichen 18 bis 20 °C;
- im Bad sollten es 20 bis 22 °C sein,
- während im Schlafzimmer 18 °C für einen angenehmen Schlaf sorgen.

