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Bild: Bayernwerk Netz GmbH
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KI für die Energiewende

Pilotprojekt in Weiden gestartet

01.03.2024

Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) testet in einem Pilotprojekt, wie Künstliche Intelligenz (KI) dabei hilft, das Stromnetz optimal auszulasten und möglichst viel erneuerbare Energie im Netz aufzunehmen.

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Der Verteilnetzbetreiber hat zum ersten Mal spezielle Sensoren an seinem Hochspannungsnetz installiert. Für die Erprobung der sechs Sensoren in der Oberpfalz und in Niederbayern wendet das Bayernwerk rund 74.000 Euro auf.

Bislang haben Fachleute des Bayernwerks die Belastung der Leitungen anhand von Messungen, Normwerten und theoretischen Annahmen berechnet. Dabei war es vorrangig wichtig sicherzustellen, dass die Leiterseile einen festgelegten Abstand zum Boden einhalten und nur für eine spezifische Betriebstemperatur ausgelegt sind. Mit zunehmendem Stromfluss durch eine Leitung erwärmen sich die Seile, was zu einer Ausdehnung führt. Eine höhere Temperatur bedeutet eine größere Ausdehnung der Leiterseile, die dann in Richtung Boden durchhängen können.

Dank Echtzeit-Daten mehr Ökostrom

„Momentan basieren unsere Berechnungen dafür auf den Angaben der Seil-Hersteller und auf sehr konservativen Annahmen. Wir gehen zum Beispiel immer davon aus, dass die Leiterseile das ganze Jahr lang voller Sonneneinstrahlung und Hitze ausgesetzt sind, was deren Durchhang zusätzlich verstärkt – theoretisch“, berichtet Projektleiter Thomas Schiml vom Bayernwerk. So stellt das Bayernwerk sicher, dass die Mindestabstände zum Boden immer eingehalten werden.

Mit den neuen Sensoren will der Verteilnetzbetreiber die Auslastung der Leitungen auf Echtzeit-Daten stützen, anstatt auf theoretische Berechnungen. „Wenn gerade keine Sonne auf die Leitung fällt und Wind sie zusätzlich abkühlt, bedeutet das, dass wir die Auslastung erhöhen und mehr Strom im Netz aufnehmen können, ohne die Abstandsnormen zu verletzen“, sagt Thomas Schiml.

In Zukunft werden die sechs Sensoren des norwegischen Herstellers Heimdall Power kontinuierlich Informationen an das Bayernwerk liefern. Diese Informationen umfassen sowohl den Neigungswinkel und die Temperatur des Seils als auch die Spannung und Stromstärke. Gleichzeitig bezieht die künstliche Intelligenz beispielsweise Daten vom Deutschen Wetterdienst, darunter Temperatur, Windstärke und -richtung, Sonneneinstrahlung sowie Niederschlag. Auf diese Weise wird die KI allmählich lernen, welche Auslastung der Leitung bei verschiedenen Wetterbedingungen möglich ist, und soll so in Zukunft sogar Prognosen liefern können.


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