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Schematische Darstellung der Ausführung von Ringerdern (Bild: Elektro+)
Normen und Vorschriften

Neufassung der DIN 18014

25.11.2014

Da sich in den vergangenen 10 bis 15 Jahren die Bauweisen für Häuser entscheidend geändert haben, sind in diesem Jahr die Richtlinien für die Planung und Ausführung des Fundamenterders entsprechend aktualisiert worden: Diese Richtlinien finden sich in der DIN-Norm 18014, die jetzt in der Version 18014:2014-03 vorliegt.

Die Initiative Elektro+ hat alle Informationen rund um die Erdungsanlage in der Broschüre "Fundamenterder" zusammengestellt. Die Broschüre ist jetzt ebenfalls in aktualisierter Fassung verfügbar, die die Änderungen der Norm berücksichtigt. Die 5. Auflage können Interessierte kostenlos unter folgendem Link herunterladen: http://www.elektro-plus.com/downloads

Verantwortlich für die Planung des Fundamenterders ist der Architekt oder der beauftragte Fachplaner, mit der Errichtung der Erdungsanlage sind in der Regel Elektroinstallateure oder Blitzschutzfirmen betraut. "Wird dabei die Ausführungsnorm nicht beachtet und der Fundamenterder falsch installiert, sind die Nutzer der elektrischen Anlage erheblich gefährdet", betont Claus Fitze, Sprecher der Initiative Elektro+. "Ein später festgestellter, fehlerhafter Einbau des Fundamenterders lässt sich meist nicht mehr rückgängig machen oder korrigieren – im schlimmsten Fall kann juristisch eine Baugefährdung festgestellt werden. Umso wichtiger ist es für jeden Beteiligten, die Norm zu kennen und zu beachten."

Die aktualisierte Norm berücksichtigt die geänderten Rahmenbedingungen in der Baubranche. So ist inzwischen die Niedrigenergiebauweise zum Standard geworden, bei der Wärmeisolierschichten wie z. B. eine Perimeterdämmung oder Glasschaumschotter im Bereich der Fundamente den direkten Kontakt des Fundamenterders zum Erdreich unterbinden.

Die Installation des Fundamenterders muss ausdrücklich von einer Elektro- oder Blitzschutzfachkraft durchgeführt oder zumindest beaufsichtigt werden: Sie muss dem Energieversorger bestätigen, dass die Anlage den anerkannten Regeln der Technik und sonstigen Verordnungen entspricht und dauerhaft gefahrlos in Betrieb genommen werden kann.

Nach den Richtlinien der DIN 18014 ist es erforderlich, die Ausführung sowie das Ergebnis einer abschließenden Durchgangsmessung zu dokumentieren. Welche Inhalte konkret gefordert sind, beschreibt die Norm in einem Dokumentationsformblatt. Dieses Formblatt ist als Vorlage im Anhang der Elektro+ Broschüre "Fundamenterder" enthalten und steht auch im Internet unter www.elektro-plus.com kostenfrei zum Download zur Verfügung.