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Bild: Uwe Moosburger / Bayernwerk Netz GmbH
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Energiewende

Neuer 60-Tonnen-Trafo zieht in Regensburg ins Umspannwerk ein

11.03.2024

Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) erweitert mit dem Trafo die Kapazitäten des Umspannwerks. Der 60 Tonnen schwere Transformator ergänzt künftig das Umspannwerk im Regensburger Westen, das seit den 50er Jahren Strom in die Stadt verteilt.

Am frühen Morgen erreichte der Transformator das Umspannwerk per Schwertransport. Mitarbeiter einer Fachfirma übernahmen am Vormittag präzise Arbeit, indem sie den Trafo von dem 29 m langen LKW-Anhänger auf das Fundament zogen. Mit einem Gewicht von etwa 60 t entspricht er in etwa dem Gewicht von zehn Elefantenbullen und hat die Maße von ungefähr vier Metern Höhe, drei Metern Breite und sieben Metern Länge. Die Fachleute platzierten den riesigen Transformator millimetergenau auf dem Fundament. Durch den Ausbau des Umspannwerks wird die Leistung um ein Drittel erhöht, was es ermöglicht, mehr erneuerbare Energien aus der Region in das Netz einzuspeisen. Der neue Transformator hat eine Leistung von 40 MVA. Dadurch verbessert sich nicht nur die Versorgungssicherheit für die Menschen und Unternehmen im Regensburger Westen, sondern die Region ist auch besser auf den steigenden Strombedarf vorbereitet.

Der lokale Stromnetzbetreiber, die Regensburg Netz GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Rewag, hat den gestiegenen Strombedarf im Regensburger Westen dem Bayernwerk gemeldet. Als Betreiber des vorgelagerten Hochspannungsnetzes erweitert das Bayernwerk das Umspannwerk in der Lilienthalstraße um den neuen Transformator, um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Für die Erweiterung sind keine zusätzlichen Flächen erforderlich, da das Bayernwerk und die Regensburg Netz GmbH die Anlage innerhalb des bestehenden Geländes ausbauen.

Trafo ist neues Herzstück des Umspannwerks

Ein Trafo ist ein zentraler Bestandteil eines Umspannwerks. Er dient im Verteilnetz dazu, Strom von der Hochspannung auf die Mittelspannung umzuwandeln und wirkt so als Scharnier im Stromnetz. Die Hochspannungsleitungen fungieren als Verbindungen im regionalen Stromnetz zwischen Städten und Gemeinden. Mittelspannungsleitungen hingegen verteilen den Strom innerhalb der Stadt und zu den umliegenden Dörfern. Um lokale Erzeugungsanlagen wie beispielsweise Photovoltaikanlagen auf Hausdächern in das Stromnetz einzuspeisen, sind leistungsfähige Transformatoren in den Umspannwerken erforderlich. Diese Transformatoren bündeln den dezentral erzeugten Strom und ermöglichen dessen Weiterverteilung. Um den Erfolg der Energiewende zu unterstützen, plant das Bayernwerk die Erweiterung zahlreicher Umspannwerke mit zusätzlichen Transformatoren in seinem gesamten Netzgebiet.

Das Aufstellen des neuen Transformators im Umspannwerk in der Lilienthalstraße markiert einen bedeutenden Meilenstein in den Bauarbeiten. In den kommenden Monaten stehen jedoch für das Team von Wolfgang Schreyer und die Kollegen der Regensburg Netz GmbH, die eng zusammenarbeiten, noch viele Aufgaben an. Bis Juli wird die Hochspannungsanlage installiert, einschließlich der erforderlichen technischen Einrichtungen zur Integration des Transformators in das Stromnetz. Im Herbst steht dann noch das Verlegen neuer Mittelspannungsleitungen im Umspannwerk an. Vor der geplanten Inbetriebnahme Ende 2024 werden die neuen Anlagen umfangreichen technischen Prüfungen und Tests unterzogen.