Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Mehr Sicherheit durch Verinselung
Ob in der Haus- und Gebäudeautomation oder im industriellen Umfeld, die Einbindung von Automatisierungseinrichtungen in ein bereits existierendes Intranet bietet viele Vorzüge, aber eben auch viele nicht zu unterschätzende Gefahren. Einem Teil dieser Gefahren kann man bereits wirkungsvoll am Übergang zwischen Inter- und Intranet entgegentreten, bei anderen wiederum bedarf es eines gezielteren Herangehens.
Die Anlage des Regelwerks für den Paketfilter erfolgt für jede Betriebsart (Standard- oder NAT-Router) gesondert. Durch Zuordnung eines Labels (z. B. Normalbetrieb oder Wartung) zu den erstellten Filterregeln können zeitlich unterschiedliche Anforderungen bezüglich der Filterung der Datenpakete realisiert werden. Der Anlage der Filteregeln liegt das Whitelist-Prinzip zugrunde, es ist also alles verboten was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Die Anlage der Filteregeln erfolgt in einer überaus übersichtlichen und damit gut verständlichen Erfassungsmaske. Hierzu trägt sowohl die farbliche Kennzeichnung der Eingabebereiche als auch die konsequent schrittweise Vorgehensweise bei. Beginnend mit der Vergabe einer Bezeichnung für die anzulegende Regel muss zunächst festgelegt werden für welche Richtung die Regel gelten soll. Danach erfolgt die Festlegung der Filteregeln für Quelle und Ziel anhand der Adressierungsinformationen
- IP-Adresse(n) und
- Port-Nummer(n)
sowie der Angabe des Transportprotokolls (TCP oder UDP). Bei TCP kann noch eine weitere Einschränkung auf das File Transfer Protocol (FTP) erfolgen. Die Anlage der Filterregeln schließt mit deren Aktivierung, Angaben zu Aktionen und der Zuordnung zu einem Label. Über Info-Buttons können Information/Ausfüllhinweise zu den einzelnen Feldern aufgerufen werden.
Autor: H. Möbus
Literatur:
[1] Möbus, H.: Sichere Netzübergänge (ep-Beitragsreihe).
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