Jenabatteries: Neuer Partner für Polymer-Speicher-Produktion
Die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (DEWB) hat sich im Rahmen einer Finanzierungsrunde mit einem Anteil von 21,6 Prozent an der Jenabatteries GmbH, Jena beteiligt. Jenabatteries entwickelt neuartige elektrische Energiespeicher auf Basis gut verfügbarer Rohstoffe.
Aufbauend auf dem seit vielen Jahren etablierten Redox-Flow-Batteriekonzept ersetzt Jenabatteries teure Materialien durch einfach herzustellende wasserlösliche organische Polymere (Kunststoffe) und eine kostengünstige Industrie-Membran. Damit sollen die Polymer-Speicher deutlich günstiger werden als herkömmliche stationäre Stromspeicher. Zudem zeichnen sie sich durch eine hohe Skalierbarkeit aus. Angestrebt werden Batterien mit einer Kapazität bis in den Megawattbereich.
Die Möglichkeit zur schnellen Be- und Entladung mit hohen Pulsströmen prädestiniert Jenabatteries’ System für Anwendungen in der Photovoltaik und Windenergieerzeugung, beispielweise als Zwischenspeicher für das Netzmanagement. Weitere Anwendungen liegen im saisonalen Ausgleich von Stromangebot und -nachfrage sowie bei Not- und Reservespeichern für die dezentrale Energieversorgung.
Das Polymer-Speicherkonzept wurde an der Friedrich-Schiller-Universität Jena von einem Team um Prof. Dr. Ulrich S. Schubert entwickelt. Prof. Schubert zählt mit seinen 700 wissenschaftlichen Publikationen und einem h-Index von 70 zu den weltweit am meisten zitierten und damit einflussreichsten Chemikern und Materialwissenschaftlern.
Die Technologie ist als globales Basispatent angemeldet und wurde in die Ende 2012 gegründete Jenabatteries GmbH überführt. In Kombination mit Fördermitteln des Landes Thüringen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden in der aktuellen Finanzierungsrunde rund zwei Millionen Euro für die weitere Entwicklung bereitgestellt.
"Mit ihrem Polymer-Speicher bietet Jenabatteries die bisher wirtschaftlich vielversprechendste und 'grünste' Lösung, erneuerbare Energieformen für die dringend notwendige Energiewende grundlastfähig und dezentral zu gestalten.", erläutert Bertram Köhler, Vorstand der DEWB. "Diese hochattraktive Zukunftstechnologie für einen globalen Wachstumsmarkt und ihre schnelle Vermarktbarkeit, überzeugten uns zu einer Investition in der noch frühen Unternehmensphase der Jenabatteries", so Köhler weiter.

