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Photovoltaik | Energietechnik/-Anwendungen

Heimische Ladesäule für alle?

13.02.2014

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Forschungsprojekt "CrowdStrom" zu flächendeckend verfügbarem Ladestrom mit einem Fördervolumen von insgesamt 840.000 Euro.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Forschungsprojekt "CrowdStrom" zu flächendeckend verfügbarem Ladestrom mit einem Fördervolumen von insgesamt 840.000 Euro.

Lücken im Versorgungsnetz hindern viele Autofahrer daran, auf Elektromobilität umzuschwenken - etwa, wenn das Auto in der Nähe des Arbeitsplatzes nicht geladen werden kann. Die Errichtung von Ladepunkten erfordert allerdings immense Investitionen, die sich für Versorgungsunternehmen nur bei großer Nachfrage rentieren.

An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben das Institut für Wirtschaftsinformatik und das Institut für Anlagen und Systemtechnologien die Forschungsleitung und -koordination des zunächst auf 15 Monate begrenzten Projekts übernommen.

Zudem sind die Universität Duisburg-Essen und die Stadtwerke Münster GmbH als Anbieter von Versorgungs- und Mobilitätsdienstleistungen, sowie die TÜV Süd AG mit Experten für Sicherheit und Zertifizierung beteiligt.

Zum Vorgehen des Teams sagte Prof. Dr. Jörg Becker, Professor für Wirtschaftsinformatik an der WWU und wissenschaftlicher Leiter des Projekts: "Wir nutzen hier einen Crowd-Sourcing-Ansatz."

Crowd-Sourcing bezeichnet die Auslagerung bestimmter Aufgaben an eine Gruppe von Internetnutzern, die das Problem dann zusammen lösen. Hier setzt auch das Crowd-Strom-Projekt an: Das Problem der fehlenden Lade-Infrastruktur würde gelöst, indem Privatleute die öffentliche Nutzung ihrer heimischen Ladesäule erlauben, wenn diese gerade nicht genutzt wird.

Im Rahmen der Untersuchung werden die Zahlungsbereitschaft und die Preiserwartung der privaten Stromtanker für ein solches Geschäftsmodell ermittelt. Außerdem werden standardisierte Abrechnungsprozesse erarbeitet sowie ein Portal entwickelt, das Fahrer und Anbieter zusammenbringt.